Alle Veranstaltungen finden jeweils um 18.00 Uhr in der Universität Mainz, Institut für Informatik, Staudingerweg 9, Gebäude 2413, 5. Stock, Raum 514, statt.
Interessenten sind herzlich willkommen!
Herr Olaf Jüptner, Wirtschaftsförderung Hessen Investitionsbank AG -HLT, Wiesbaden:
e-gateway - your gateway to e-commerce
E-commerce-Information für kleine und mittlere Unternehmen europaweit.
www.e-gateway.net
Mit e-gateway hat die EU-Kommission ein Informationssystem zum Thema Elektronischer Geschäftsverkehr für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ins Leben gerufen. Gerade KMU können sich keine aufwendigen IT-Abteilungen leisten, die die Marktentwicklungen verfolgen und der Geschäftsführung strategische Empfehlungen geben können.
e-gateway bietet hier europaweit einen Einstieg zur Selbstinformation zum Thema E-commerce für Entscheider in KMU - tägliche Nachrichten und einen zweiwöchigen Newsletter, Studien, ein Glossar und einen E-commerce-Führer. Darüberhinaus kann der Unternehmer sich nicht nur grundsätzlich informieren, sondern auch konkret spezielle Dienstleister in Europa herausfinden und deren Eignung für das eigene Konzept bewerten.
Der Vortrag stellt das Projekt und die Website www.e-gateway.net vor und präsentiert aktuelle Marktzahlen aus dem Bereich E-commerce.
Rückblick
In der Veranstaltung im Dezember stellte Herr Jüptner, Wirtschafts-förderung
Hessen Investitionsbank AG - HLT, die europäische Initiative "e-gateway
- your gateway to e-commerce" vor. Das Internet-Portal e-gateway.net
soll kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) informieren über die
Möglichkeiten des eCommerce. KMU nehmen mit ihrer Stärke, sich
sehr effizient und schnell an neue Herausforderungen anpassen zu können,
eine wesentliche Stellung in der Wirtschschaft Europas ein. Für sie
kann die Nutzung der neuen eCommerce Technologie eine Schlüsselfunktion
darstellen. KMU, die nicht in der Informa-tionstechnologie arbeiten, können
es sich jedoch nur schwer leisten, umfangreiche eigene Studien im Bereich
des eCommerce anzufertigen. Mit der europäischen Initiative soll dieses
Informationsdefizit vermindert werden.
Im Rahmen einer Ausschreibung der EU-Kommision für das 3-te mehrjährige
Programm für KMU bekam die Wirtschaftsförderung Hessen Investitionsbank
AG -HLT den Zuschlag für das Projektmanagement von e-gateway. In dem
Projekt arbeitet die Organisation Electronic Commerce Europe, regionale
Organisationen aus den Ländern Belgien, England, Finnland, Frankreich,
Deutschland, Griechenland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Portugal, Schweden,
Spanien, Ungarn sowie sieben kommerzielle Unternehmen auch aus den USA
mit.
Das Portal e-gateway.net enthält Informationen mit hoher Qualität über das gesamte Spektrum des eCommerce und soll zu eigenen Lösungen anregen. Fragen der technischen Planung und Realisierung (z.B. Netzzugangs, zu Sicherheitsprodukten (Firewall), digitaler Signatur, Online Transaktionen, Shop-Systeme, Web Design und Site Produktion) werden ebenso behandelt wie das Marketing und die verschiedenen Geschäftsmodelle des eCommerce (E-Shop, E-Mall, E-Beschaffung, E-Auktion, Virtual Community, Information Brokerage, Werbemodelle). Ein vierzehntägig erscheinender Newsletter informiert über Aktuelles. Letztlich soll eine Datenbank, in der sich Lösungsanbieter für den eCommerce kostenlos registrieren können, dazu beitragen, den richtigen Partner für die Realisierung zu finden.
Frau Petra Marwitz, Rechtsanwältin, Wiesbaden :
Recht im Internet
www.Kommunikationsrecht.com
Mit der wirtschaftlichen Bedeutung des Internets ergeben sich neue Rechtsfragen. In dem Beitrag wird ein Überblick gegeben und folgende beiden Themenbereiche näher erläutert:
Rückblick
In der Veranstaltung im November gab Frau Marwitz, von der Rechtsanwaltskanzlei MARWITZ in Frankfurt, zunächst einen Überblick in die in Frage kommenden Rechtsgebiete. Dabei ist festzustellen, dass kein weltweit einheitliches "Internetgesetz" existiert, sondern in allen Staaten nationales Recht auf das neue Medium angewandt wird. Einerseits unterscheiden sich die einzelnen Rechtssysteme vielfach, da hier kulturelle Eigenheiten mit eingeflossen sind (z.B. deutsches Wettbewerbsrecht). Andererseits gibt es einzelne Rechtsgebiete (z.B. das Urheberrecht) in dem schon lange durch internationale Abkommen sich Mindeststandards herausgebildet haben. Das Internet betrifft im wesentlichen folgende Rechtsgebiete: Urheberrecht, Wettbewerbsrecht, Marken- /Kennzeichenrecht, Vertragsrecht, Datenschutzrecht, Telekommunikation- und Multimediarecht.
Der Thematik haben sich viele internationale Organisationen angenommen und bieten Information auf ihrer Homepage an, ebenso die Bundesregierung, verschiedene Bundesministerien und Bundesbehörden und die Bundesländer.
Derzeit sind erste Gerichtsurteile im Bereich der Wahl des Domainnamens und bezüglich des Urheberrechts bei der Gestaltung von Web-Seiten getroffen. Dabei wird deutlich, dass der Domainname als Markenname angesehen wird. Entspricht der Domainname einem Markennamen, darf dieser nur von dem rechtmäßigen Markeninhaber genutzt werden. Das sogenannte Domain-Grabbing dürfte damit in vielen Fällen unterbunden sein. Jedoch gibt es Konflikte, aufgrund des fehlenden Marken-Klassifizierungsschemas von Waren und Dienstleistungen im Internet. Eine Abgrenzung durch die Toplevel Domain wird bisher in der Rechtsprechung nicht gesehen.
Alle (multimedialen) Bestandteile einer Homepage sind urherrechtlich geschützt. Dabei ist es nicht notwendig, den Schutz explizit zu erwähnen. Vor einer Übernahme auf die eigene Homepage ist damit immer die Erlaubnis des rechtmäßigen Besitzers einzuholen. Selbst Hyperlinks können im Konflikt mit dem Wettbewerbsrecht stehen, falls das fremde Angebot in das eigene Angebot optisch integriert erscheint oder der Link zu einem aufwendigen Angebot des Mitbewerbers führt.
In der Homepage der Referentin, Frau Rechtsanwältin Marwitz, www.Kommunikationsrecht.com sind vertiefende Aspekte dargestellt und die Seite enthält eine Übersicht über Aktuelles, Institutionen, sowie Hinweise zu Zeitschriften und Büchern.
Nachtrag zum Rückblick
Zu dem Rückblick zu dieser Veranstaltung sendete uns die Referentin,
Frau Marwitz, noch folgende Präzisierung:
Es wird diskutiert, ob dem Domain-Namen ein sog. sui-generis-Schutz zukommen soll, so dass er ähnlich wie ein Markenname Schutz erfährt. Ein Domain-Name kann aber ansonsten nicht mit einer Marke gleichgesetzt werden. Vielmehr ist es so, dass ein Markenname so weit geschützt sein kann, dass er auch den Zugriff auf die gleichnamige Domain erfasst.
Lutz Schrepfer, TECMATH GmbH & Co.KG, Bereich Digitale Medien, Kaiserslautern
Content Management Systeme als Integrationsplattform
Workflowunterstützung und Materialmanagement in der digitalen Fernsehproduktion.
Der Vortrag gibt einen Überblick über Aufgaben von Content Management Systemen, erläutert die zu unterstützenden Arbeitsabläufe in der digitalen Fernseh-Produktion und stellt ein realisiertes Beispiel aus dem Bereich Aktualitäten vor. Die Aufgaben der Rundfunk-Archive sind im Wandel begriffen. Standen früher das Erhalten und Bewahren im Mittelpunkt, so geht es heute um effiziente Produktionsabläufe und um die Mehrfachverwertung von Inhalten. Die Ablösung der konventionellen Regallager durch computergestützte Archivsysteme steht bevor. Was man hat, aber nicht findet, ist nichts wert: Bei Archiven kommt es auf die Recherche- und Zugriffsmöglichkeiten an. TECMATH hat in Zusammenarbeit mit mehreren großen Rundfunkanstalten Europas ein computergestützte Dokumentations- und Archivsystem entwickelt und im Praxiseinsatz getestet. Es unterstützt die gesamte Prozeßkette von Akquisition, Dokumentation, Archivierung, Retrieval und Grobschnitt bis zur Bereitstellung digitaler Inhalte. Mit seinem umfassenden Content Management bildet es eine integrierende Plattform für die computergestützte Medienproduktion. Das Content Management System reduziert den Aufwand für die Dokumentation, verbessert deren Ergebnisse und erleichtert Recherche und Zugriff. Vorhandenes wird wirklich gefunden und genutzt. Darüber hinaus eröffnet sich die Option, durch die Vermarktung von Inhalten über Online-Dienste zusätzliche Ertragspotentiale zu erschließen.
Rückblick
In der Veranstaltung im Oktober berichtete Herr Lutz Schrepfer, TECMATH GmbH & Co. KG, Bereich Digitale Medien, aus Kaiserslautern über Content Management Systeme als Integrationsplattform bei der Fernseh-Produktion. In einem solchen System sind die Inhalte und Rechte aller digitalen Fernsehbeiträge zu verwalten. Die Inhalte liegen in Form Ton, Bild und Video sowie in Form von Metadaten, wie Titel, Dauer und Mitwirkende vor. Mit der Integrationsplattform sollen alle Phasen, wie die Produktionsplanung, Zuspielung, Akquisition, Logging, Redaktion, Dokumentation, Rechteverwaltung, Post-Production und schließlich die Sendung unterstützt und abgewickelt werden können.
Das zu archivierende Filmmaterial durchläuft mehrere Stufen, die Digitalisierung, die Indexierung mit einer automatischen Extraktion von Formaldaten, eine automatische Analyse und ein manuelles Logging. Nach dieser Aufbereitung wird das Material im Produktionsspeicher abgelegt. Das zu sendende Filmmaterial wird aus dem Produktionsspeicher ausgewählt, dokumentiert, die Rechte erfasst und archiviert. Retrievalfunktionen ermöglichen eine Suche im Produktionsspeicher sowie im Archiv.
Zukünftige Entwicklung liegen in den Bereichen der
Dr. Lothar Harzheim, Internationales Technisches Entwicklungszentum der Adam Opel AG, Rüsselsheim
Anwendung der Form- und Topologieoptimierung in der Automobilindustrie
Seit einiger Zeit werden in der Firma Opel zwei Optimierungsverfahren eingesetzt, die auf der Simulation der adaptiven Wachstumsregel von biologischen Kraftträgern (Knochen, Bäume usw.) beruhen. Grundlage dieser Methode sind Untersuchungen, aus denen bekannt ist, daß biologische Kraftträger immer versuchen, in eine optimierte Form zu wachsen. Mit optimierter Form ist im folgenden ein Design gemeint, bei dem im Lastfall eine homogene Spannungsverteilung vorliegt. Somit sind biologische Kraftträger immer bestrebt, durch ihr Wachstum Spannungsspitzen abzubauen, um Schwachstellen zu vermeiden und dieses mit möglichst wenig Material zu erreichen. Beides sind Ziele, die auch in der Praxis bei der Optimierung von Bauteilen sehr oft angestrebt werden. Deswegen wird bei den beiden Optimierungsverfahren das biologische Wachstum auf dem Rechner simuliert. So kann man jedes zu optimierende Bauteil, auf dem Rechner so wachsen lassen, wie es beispielsweise ein Knochen tun würde, wenn er die Form des Bauteils unter der anliegenden Belastung hätte. Es "wächst" somit in eine optimierte Form.
Bei der Anwendung der Wachstumsregel unterscheidet man zwischen dem CAO-Verfahren (Computer Aided Optimization) und dem SKO-Verfahren (Soft-Kill-Option). Während bei der CAO-Methode die Wachstumsregel nur für die Oberfläche des Bauteils modifiziert, wird diese bei dem SKO-Verfahren auch auf das Innere des Bauteils angewendet. Mit der Soft-Kill-Option erhält man demnach Designvorschläge, die sehr nahe am optimalen Design liegen. An einigen ausgewählten Beispielen wird demonstriert, wie sich diese Verfahren in der Praxis anwenden lassen.
Gemeinsame Veranstaltung mit dem VDI AK "Entwicklung und Konstruktion" sowie "Fahrzeug und Verkehrstechnik".
Rückblick
In der gemeinsamen Veranstaltung mit den VDI Arbeitskreisen "Entwicklung und Konstruktion" und "Fahrzeug- und Verkehrstechnik" berichtete Herr Dr. Lothar Harzheim, Internationales Entwicklungszentrum der Adam Opel AG in Rüsselsheim über Anwendung der Form- und Topologieoptimierung in der Automobilindustrie vor. Diese Optimierungsmethoden sind von dem biologischen Wachstum inspiriert. Zur Steuerung des Wachstums enthalten z.B. Bäume zahlreiche Sensoren. Tritt z.B. durch Sturm eine hohe Biegebelastung an einigen Stellen im Baum auf, so wird durch Wachstum an diesen Stellen Gewebe angelagert, bis sich die Spannungen wieder gleich- mäßiger verteilen. Diese Wachstumsverhalten kann heute mit schnellen Rechnern auf die Optimierung von Bauteilen übertragen werden. Das Verfahren Computer Aided Optimization (CAO) wurde ursprünglich am Forschungszentrum in Karlsruhe entwickelt und für die Zwecke im Automobilbau bei Opel verbessert. Mit einem weiteren Verfahren, das sich an Anpassungs- vorgängen von Knochen orientiert, kann auch überflüssiges Material im Innern eines Bauteils entfernt werden. Das Verfahren wird Soft Kill Option genannt und baut ein virtuelles Knochengerüst auf. Inzwischen werden bei Adam Opel z.B. für Motorhalterungen oder Achsen zunächst Designvorschläge mit diesen Optimierungsverfahren gewonnen. Mit der Optimierung wird eine Gewichtsreduktion und ein effizienter Materialeinsatz auch unter Verwendung von neuen Werkstoffen erzielt.
Joachim Bliemeister, Leiter des Frauenlob-Gymnasiums, Mainz
Multimedia in der Schule - Lust oder Frust?
Multimedia heute:
Multimedia morgen:
Der Vortrag von Joachim Bliemeister (Jahrgang 1948) basiert auf der Erfahrung des Referenten aus einer ganzen Reihe von Aktivitäten in dem Bereich Schule und Computer. Seit 1978 leitet Herr Bliemeister verschiedene Modellversuche und Projekte zu dieser Thematik. Er wirkte in Gremien zum Einsatz des Computers im Unterricht auf nationaler (z.B. Länderkommission) und internationale Ebene (OECD) mit und erstellt Gutachen, z.B. für Schulbücher des Faches Informatik und im Informatik-Wettbewerb der Gesellschaft für Informatik.
Gemeinsame Veranstaltung mit dem VDI AK "Technik und Schulen".
Rückblick
In der gemeinsamen Veranstaltung mit dem VDI AK "Technik und Schulen" am 18.5.1999 beleuchtete Herr Joachim Bliemeister, Leiter des Fauenlob-Gymnasiums in Mainz, die verschiedenen Aspekte für den Einsatz von Multimedia in der Schule. Herr Bliemeister griff folgende Grundfragen auf:
In der Diskussion zeigte sich, daß Multimedia als ein Stück Kulturtechnik angesehen werden muß, welches zum Überdenken alter Werte führt. Es ist anzustreben, daß die Schule verschiedene Kompetenzen, wie Fach-, Methoden-, Medien-, Kommunikationsfähigkeit fördert. Lehrer und Schüler lernen vielfach in diesem Gebiet gemeinsam. Der Einsatz der Neuen Medien erfordert einen neuen Unterricht in vielerlei Hinsicht. Die in der Schule vorhandenen Strukturen, wie Fächerprinzip, Zeitraster, Klassenraumprinzip und Lernorte müssen dabei überdacht werden. Selbstorganisiertes Lernen und Üben könnte dabei einen höheren Stellenwert erhalten. Heutige Software für die Unterrichtsgestaltung ist vielfach noch nicht nicht geeignet, z.B. für eine Moderierung durch den Lehrenden. Über die zu erwartenden Veränderungen des Lernprozesses stehen noch keine gesicherten Untersuchungen zur Verfügung.
Die Anforderung an ein Schulnetz ist in vielerlei Hinsicht atypisch für eine lokale Netzkonfiguration. Dies verdeutlichen einige Zahlen: An einer Schule mit 1000 Schülern sind auf den Computern etwa 50 Gruppen mit individuellen Nutzerprofilen einzurichten. Auf den Computern sind 300 bis 500 Programme zu installieren. Die unterschiedichste Peripherie ist bereitzuhalten. Der Anschluß an das Internet muß bewerkstelligt werden und Mailboxen sind einzurichten. Und nicht zuletzt erfordern kreative Schüler, die die neuesten Bugs und Features experimentell erforschen, ein gutes Recover-Konzept. Für die Betreuung dieser umfangreichen Hard- und Softwareausrüstung sowie das Netz stehen den Schulen keine wesentliche Mittel zur Verfügung. Am Frauenlob-Gymnasium übernehmen deshalb Oberstufenschüler Betreuungsfunktionen. Ebenso ist man auf Unterstützung aus dem Bereich der Elternschaft angewiesen. In wie weit die Ausbildung für die kommende Wissensgesellschaft mit staatlichen Mitteln finanzierbar ist bzw. auf Beteiligung der Eltern oder auf gezielte Fördermaßnahmen der Wirtschaft angewiesen ist, wurde lebhaft diskutiert.
Wolfgang Müller, TU Darmstadt, Interaktive Graphische Systeme, Darmstadt
Interaktive 3D-Graphik in Internet-Anwendungen
3D-Graphik ist inzwischen, insbesondere auch durch die Verbreitung
im Spielesektor, ein häufig verwendetes Medium im Bereich der Multimedia-Applikationen
geworden.
Auch im Internet spielen interaktive 3D-Darstellungen eine immer größere Rolle. In diesem Vortrag sollen die unterschiedlichen Einsatzgebiete von interaktiven 3D-Graphiken gerade im Internet näher beleuchtet werden. Die wichtigsten Systeme und Anwendungen in diesem Kontext werden vorgestellt.
Darüber hinaus wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich gegeben.
Martin Ernst,
Spedition G.L. Kayser GmbH, Mainz
Sendungsverfolgung im Internet
Der Einsatz moderner Kommunikationsmittel unter Einfluß auf die
Logistik einer Spedition.
Die physischen Voraussetzungen auf dem Transportweg.
Die IDEE "Sendungsverfolgung im Internet"
INTERNET - Schulung im eigenen Hause
MEHRWERT schaffen per Internet
Rückblick
In der Veranstaltung am 23. März stellte Herr Martin Ernst von der Spedition G.L.Kayser in Mainz, den Einsatz moderner Kommunikationsmittel und den Einfluß auf die Logistik einer Spedition vor. Zunächst gab Herr Ernst einen Überblick auf die täglich zu bewältigende Transportleistung.
Die Spedition G.L. Kayser wurde 1787 gegründet und ist seit dieser Zeit in Familienbesitz. Es ist der führende Spediteur im Rhein-Main-Gebiet und kooperiert europaweit mit 51 Partnern. In Europa werden 72 Plätze angefahren und 1100 internationale Sendungen täglich befördert. In Deutschland sind täglich 43 Liniendienste eingerichtet, die täglich 1200 Eingangs- und 1400 Ausgangssendungen befördern. Der Transport erfolgt mit 260 Nutzfahrzeugen. Die Sendungen werden innerhalb des Rhein-Main-Gebiets von der Spedition G.L Kayser beim Absender abgeholt, im Werksgelände in Mainz auf die Fahrten verteilt und dann an Partnerunternehmen im Raum des Empfängers geliefert. Die Partnerunternehmen stellen die Sendungen am nächsten Tag den Kunden zu. Bei der Abwicklung fallen täglich etwa 800 Belege an, die 6 Jahre lang vorgehalten werden müssen. Die Archivierung erfolgt auf optischen WORM-Medien. Die notwendige IT-Infrastruktur wird stetig ausgebaut. Dabei gingen Innovationen oft von der Spedition Kayser aus, z.B. setzte sich das 1980 eingeführte Austauschformat als "Kayser 80 Datensatz" durch und wird heute noch verwendet.
Mit dem Aufkommen der kommerziellen Nutzung des Internets wurde dieses Medium in das Speditionsgeschäft miteinbezogen. Dabei stand von Anfang an, nicht nur eine Selbstdarstellung auf einer Homepage im Vordergrund, sondern die Nutzung als Kommunikationsmedium. So wurden zum einen die Kommunikationsformen Schriftverkehr, Fax und Telefonate durch Email ergänzt und zum anderen, die eigene Internet-Anwendung "ISAS" zur Verfolgung von Gütern zusammen mit Partnerspeditionen aufgebaut. Die Idee für ISAS ging aus einer Entwicklung hervor, die für einen Großkunden auf der Basis der DFÜ-Technik entwickelt wurde. Die Einführung von ISAS erfolgte im Herbst 1996 und stieß von Beginn an, auf eine große Resonanz.
Die Nutzung des Angebots durch Kunden erfolgt über einen optionalen kostenpflichtigen Internetvertrag, in diesem wird spezifiziert welche Informationen erfaßt werden. Diese sind dann im Internet über eine kundenspezifische Zugangskontrolle abrufbar. Mit ISAS wurde Kunden die Möglichkeit geschaffen, frühzeitig fehlerhafte Lieferungen zu erkennen, um gegebenenfalls schon vor der eigentlichen Lieferung darauf reagieren zu können. Derzeit wird ISAS täglich etwa 350 mal genutzt. Über die Entwicklung wurde in der regionalen Presse und Fachzeitschriften berichtet und ISAS wird zunehmend als Leistungsmehrwert erkannt.
M.Oswald, PRO DIREKT GmbH, Mainz
Public Relations für Investitionsgüter
Im Umfeld von Internet-Marketing
Gemeinsame Veranstaltung mit dem VDI-AK Betriebswirtschaft und Management
Die Vorteile von Public Relations bei der Vermarktung erklarungsbedürftiger Produkte in Verbindung mit dem Internet werden vorgestellt. Das Marketinginstrument PR wird anhand von Fallbeispielen beleuchtet. Die besonderen Vorteile von PR für Investitionsgüter werden anschaulich dargestellt und gegen die klassische Werbung abgegrenzt. Wie man PR in Verbindung mit dem Internet einsetzen kann und was bei der erfolgreichen Anwendung zu beachten ist, zeigt der Referent, Herr Oswald, auf.
Herr Oswald (39) ist Geschäftsführer der PRO DIREKT Produktmarketing GmbH. PRO DIREKT unterstützt Anbieter beratungsintensiver Produkte wie Investitionsgüter und Dienstleistungen in Marketingfragen und bietet die zugehörigen Dienstleistungen an. Wertvolle Erfahrungen hat Herr Oswald während seiner Tätigkeit als Marketingmanager beim weltweit größten Dienstleister für Informationsverarbeitung, der EDS in Rüsselsheim gesammelt.
Rückblick
In der gemeinsamen Veranstaltung mit dem VDI AK Betriebswirtschaft und Management am 23. Februar stellte Herr Michael Oswald von der Firma PRO DIREKT Produktmarketing GmbH in Mainz Aspekte zur Vermarktung von erklärungsbedürftigen Produkten vor.
Die Aufgabe des Marketing ist die Bekanntmachung des Angebots, des Produktnamens, das Aufzeigen des Nutzens und von Bedarfsfällen. Herr Oswald führte aus, daß je nach Produkt verschiedene Strategien erforderlich sind. Er unterschied in Preis-, Produkt-, Vertriebs- und Kommunikationsstrategien. Der optimale Mix ist für jedes Produkt ein anderer. Das Optimum ist erreicht, wenn mit dem geringsten Aufwand an Mitteln ein Maximum an Deckungsbeitrag erwirtschaftet wird. Die unterschiedlichen Vermarktungsstrategien wurden anhand eines Massenproduktes und einem strategischen Investitionsgut dargestellt.
Die Kommunikation mit den Medien erfordert einen kontinuierlichen Kontakt um entsprechende Pressemitteilungen, Fachartikel, Anwenderberichte und Interviews gezielt unterzubringen.
Um Streuverluste möglichst zu vermeiden, ist es erforderlich, die Medien der Zielgruppe zu finden. In dem vorliegenden Medien-dschungel mit ca. 4000 Zeitungen und Zeitschriften ist dies kein einfaches Unterfangen.
Diese Aufgaben können durch spezielle Agenturen wahrgenommen werden, die persönliche Kontakte zu Redakteuren pflegen. Agenturen nehmen Medienanalysen vor, entwickeln PR-Konzepte, versenden Pressemitteilungen usw.
Für diese Aufgaben können die modernen Kommunikationsmedien mitgenutzt werden, sie spielen allerdings derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Auf der Homepage kann ein virtuelles Pressefach eingestellt, bei Messen digitale Pressemappen zur Verfügung gestellt und Presse-Emails können versendet werden.
Stets sollte ein Datum bei der Pressemitteilung angegeben werden (selbst bei renommierten Firmen ist dies nicht selbstverständlich). Es ist zu beachten, daß es nicht nur Interessenten und Presse die Informationen auf der Hompage verfolgen, sondern auch die Mitbewerber. Keinesfalls kann man sich alleine auf die Möglichkeiten des Internets stützen. Es zeigt sich, daß der persönliche Kontakt immer noch der Weg zum Erfolg ist.
Michael Emmerich, Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz
Ein Zeitungsverlag geht Online
Der Main-Rheiner, der Onlinedienst der Verlagsgruppe Rhein Main, hat
sich zum Ziel gesetzt, der führende Anbieter in der Region zu werden.
Über ein Jahr Betriebserfahrung und die Perspektiven.
Diese und andere Fragen werden von Vertretern der Rhein Main Multimedia GmbH, einem Tochterunternehmen der Mainzer Verlagsgruppe Rhein Main (Allgemeine Zeitung, Wiesbadener Kurier...) beantwortet. Daneben werden die Inhalte des hauseigenen Online-Dienstes Main-Rheiner und die dahinter liegende Datenbanktechnik ebenso vorgestellt wie weitere Produkte des Unternehmens.
Rückblick
In der Veranstaltung vom 26. Januar stellten Michael Emmerich und Udo Lenhardt den Onlinedienst "Main-Rheiner" der Verlagsgruppe Rhein Main Presse vor. Der Main-Rheiner ist seit dem 21.11.1997 im Netz und wird mittlerweile von über 5500 Abonnenten genutzt. Die Konzeption des Onlinedienstes ist auf eine langfristige Koexistenz zwischen Print- und Onlinemedium ausgelegt. Die Stärken des jeweiligen Mediums sollen sich ergänzen. Deshalb startete der Main-Rheiner auch erst, nachdem für den Zeitungsbereich der Verlagsgruppe mit dem Umzug von der Mainzer Innenstadt auf den Medienberg eine neue Basis geschaffen war. Ziel des Main-Rheiner ist es, ein attraktives und aktuelles Angebot für eine virtuelle Community im westlichen Rhein-Main-Gebiet zu schaffen. Zur Erschliessung einer günstigen regionalen Zugangsmöglichkeit wurde eine Kooperation mit O.tel.o eingegangen. Damit können der Main-Rheiner und andere Internetdienste zu einem monatlichen Festpreis von 19,80 DM angeboten werden.
Die Kunden können eigene Homepages einrichten, die Community über
Neuigkeiten auf den Seiten informieren und das Forum "Surfer fragen
Surfer" fördert die Kommunikation. Ein weiteres Highlight im
Main-Rheiner ist der Veranstaltungskalender. Abonnenten können sich
hier Veranstaltungen markieren, an die sie per Email erinnert werden möchten.
Kleinanzeigen können durch effektive Suchmöglichkeiten erschlossen
werden. Nicht zuletzt ist es möglich, sich eine individuelle Online-Zeitungsausgabe
durch Angabe von Themenschwerpunkte zu erstellen. Hierfür werden täglich
800 bis 1200 Artikel aller Zeitungsausgaben der Rhein Main Presse in den
Onlinedienst übernommen. Alle Artikel werden jeweils für eine
Woche archiviert. An vielen Stellen werden somit im Main-Rheiner die neuen
interaktiven Möglichkeiten genutzt.
Für mittelständige Unternehmen bietet der Main-Rheiner in Kooperation
mit Internet-Agenturen besondere Möglichkeiten zur Erschliessung des
neuen Mediums an.
Neben dieser inhaltlichen Ausrichtung wurden auch die dahinterliegenden
technischen Konzepte erläutert. Die Resonanz zeigte, dass der Main-Rheiner
auf dem richtigen Weg ist. Für die Zukunft hat sich das Main-Rheiner-Team
noch viel vorgenommen, um in der Region den gleich hohen Stellenwert wie
im Zeitungsbereich zu erreichen. Den Main-Rheiner finden Sie unter www.main-rheiner.de
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