Interessenten sind herzlich willkommen!
Holger Mayer
HMC2 Holger Mayer Consulting, Kronberg
http://www.holgermayer-consulting.de
Multimedia in der Praxis
Wie die Bilder laufen lernen
Holger Mayer erläutert anhand von vielen praktischen Beispiel wie aus Standbildern bewegte Bilder werden. Mittels populärer Programme führt er ein in die Welt der bewegten Bilder: Von animierten GIFs, Flash/Java-Animationen, über 360 Grad Panoramabilder und Objekten der virtuellen Realität bis hin zum Video. Der Teilnehmer erfährt auch wie die animierten Objekte auf die Internetseite kommen und welchen Nutzen sie bringen. Wie funktioniert und benutze ich auf der WebSite: Bewegtbildanimation, GIF- und Flash-Animation, Video, Panoramabhilder, 3D-Objekte
Rückblick
In der Veranstaltung am 30. November 2004 berichtete Herr Holger Mayer, HMC2 Holger Mayer Consulting, Kronberg, über "Multimedia in der Praxis Wie die Bilder laufen lernen". Das Thema fand sehr großes Interesse. Leider war die Veranstaltung belastet von Staus rund um Mainz und Wiesbaden. Dadurch musste die Veranstaltung verspätet beginnen und Herr Mayer konnte nur einige Aspekte seines Beitrags ansprechen. Herr Mayer zeigte, wie aus Standbildern bewegte Bilder werden. Angesprochen wurden GIFs, Flash/Java-Animationen, über 360 Grad Panoramabilder und Objekten der virtuellen Realität und Video.
Mit Herrn Mayer haben wir vereinbart, dass wir seinen Beitrag nochmals anbieten.
Vorab ist der Beitrag für Teilnehmer des AK Multimedia verfügbar. Die Zugangskennung zu dem geschützten Bereich im Internet teilen wir Ihnen auf Anfrage gerne mit.
Tillmann Au
Geschäftsführer New Identity AG, Mainz
http://www.newidentity.de
Open-Source-Anwendungen als Schlüssel zu einem erfolgreichen Content-Management
Rückblick
In der Veranstaltung am 26.10.2004 berichtete Tilman Au, Vorstandsmitglied von New Identity AG, Mainz, über den Einsatz von Open-Source für Content-Management-Systme (CMS). Derzeit werden noch viele WebSites als reine Informationsangebote betrieben, einen verstärkten Ausbau hinsichtlich der Integration von Transaktionen wird für nächstes Jahr im Mittelstandsbereich erwartet. In die WebSite (Portal) eines Unternehmens im Intra- und Internet werden damit immer mehr Anwendungsbereiche integriert werden. Damit ist oft auch eine Systementscheidung verbunden. Herr Au führte aus, dass jedoch eine vollständige und medienbruchfreie Integration aller betrieblicher Abläufe auf einzelne Anbieter noch lange beschränkt bleibe und voraussichtlich erst nach 2010 in der Breite zur Verfügung steht.
Open-Source Produkte werden neben kommerziellen Produkten verstärkt in Unternehmen für CMS genutzt. Vorteile sind unter anderem: kurze Innovationszyklen, schnelle Fehlerbehebung, Anpassbarkeit an eigene Bedürfnisse, niedrige Kosten, Stabilität und Qualität. Dagegen stehen Nachteile, wie: keine Haftung, kein professioneller Support und Service, unzureichende Dokumentation, fehlendes Geschäftsmodell bei den Entwicklern, Schwierigkeiten bei der Revisionssicherheit.
Die Einführung von CMS ist meist verbunden mit unternehmensspezifischen Anpassungen zur Integration von anderen Systemen. Bei kommerziellen Produkten kommen deshalb neben den oft hohen Aufwendungen für die Lizenzen noch Anpassungs- und Implementierungskosten hinzu. Bei Open-Source Produkten ist jedoch oft der Implementierungsaufwand höher. Der Aufwand ist damit verstärkt abhängig von den Projekterfahrung der Agentur mit dem Open-Source-Produkt.
Der Ausbau der Systeme ist an den strategischen Unternehmenszielen auszurichten, dabei ist ein Ausbau in Phasen anzustreben. Die Integration in den Workflow mit differenzierten Veröffentlichungsrechten sind heute Bestandteile eines CMS. Ebenso eine Benutzer- und Rechteverwaltung sowie Statistikfunktionen zur Evaluierung und Erfolgskontrolle.
Zum Abschluss demonstrierte Herr Au WebSites, die New Identity mit dem Open-Source Produkt Typo3 entwickelt hat.
Dipl.-Ing. Stefan Vothknecht
DVB-T Projektbüro
Einführung von DVB-T in Rhein-Main
Herr Dipl.-Ing. Stefan Vothknecht vom DVB-T Projektbüro berichtet über die Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens.
Ab Herbst 2004 profitieren auch die Zuschauer im Rhein-Main-Gebiet von DVB-T. Nach Berlin, Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen wird im Rhein-Main-Gebiet die Fernsehübertragung über Antenne von analog auf digital bis zum Jahresende umgestellt.
Weitere Informationen: http://www.rhein-main.ueberallfernsehen.de
Rückblick
In dieser Sonderveranstaltung am 23. September 2004 im Mainzer Rathaus informierte Dipl.-Ing. Stefan Vothknecht vom DVB-T Projektbüro über die Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehen. Seit dem 4. Oktober können über 6 Millionen Menschen in der Region bereits 8 Sender digital empfangen, zum Jahresende wird die analoge Ausstrahlung abgelöst und bis zum Frühjahr 2005 werden 22 Programme digital zu empfangen sein.
Die Diskussion in der Veranstaltung zeigte, dass trotz vieler Pressemitteilungen in der Bevölkerung noch Klärungsbedarf zum künftigen Empfang bestand. Haben Sie auch jetzt noch Fragen können Sie das Internet-Angebot www.ueberall-tv.de nutzen oder die Hotline 01805-972011 anrufen.
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. bietet zusätzliche Informationen im Internet unter verbraucherzentrale-rlp.de an, auf der Seite wird unter anderem eine Broschüre zum Download angeboten. Telefonisch erhalten Sie Auskunft unter (06131) 2848-51.
Stehen derzeit noch Umstellungsfragen im Vordergrund, so werden mittelfristig neue mobile Empfangsgeräte und Dienste entstehen und angeboten werden. Im AK Multimedia werden wir die Thematik weiter verfolgen.
Wir möchten es nicht versäumen, auch an dieser Stelle dem Projektbüro DVB-T zu danken, dass Sie uns noch kurz vor der Einführung diese Veranstaltung ermöglichten.
Thomas Geis
ProContext GmbH, Köln
http://www.procontext.de
Genormte Multimedia-Anwendungen?
Wozu die Norm ISO 14915 "Software-Ergonomie für Multimedia-Benutzungsschnittstellen" dient.
Die Norm ISO 14915 enthält Gestaltungsgrundsätze und Rahmenbedingungen sowie Empfehlungen zu Multimedia-Navigation, Steuerung, Auswahl und Kombination von Medien. Doch wie lassen sich Multimedia-Anwendungen normieren? Was wird hier überhaupt normiert? Der Vortrag verdeutlicht, wie sich Normen für interaktive Systeme nutzenbringend anwenden lassen. Hierbei werden die Grundsätze der Dialoggestaltung als wirksames Werkzeug in den Mittelpunkt gestellt.
Es wird anschaulich gezeigt, wie man konsequent aus dem Nutzungskontext heraus die Usability (Gebrauchstauglichkeit) eines interaktiven Produkts in Form von Nutzungsanforderungen spezifiziert. Am Beispiel eines interaktiven Eierkochers wird gezeigt auf was es wirklich ankommt aus Sicht derjenigen, die im Mittelpunkt der Betrachtung stehen - die Käufer des Produkts!
Zum Referenten: Thomas Geis ist Geschäftsführer der ProContext GmbH, einem Beratungshaus, das sich auf die Spezifikation von Nutzungsanforderungen sowie die Konzeption von innovativen Nutzungskonzepten spezialisiert hat. Er verfügt über 11 Jahre solide Erfahrung in der methodischen Begleitung von Entwicklungsprojekten in frühen Phasen sowie in Test und Bewertung der Gebrauchstauglichkeit (Usability) von interaktiven Produkten. Thomas Geis ist im Umfeld Usability weltweit tätig und arbeitet für große Hersteller in Deutschland, Japan und den USA. Weiterhin ist Thomas Geis aktiv in Gremien wie DIN, ISO und der Deutschen Akkreditierungsstelle Technik (DATech) tätig und Editor der in Kürze erscheinenden überarbeiteten Norm ISO 9241-10 "Grundsätze der Dialoggestaltung".
Rückblick
In der Veranstaltung am 22. Juni 2004 stellte Thomas Geis, Geschäftsführer der ProContext GmbH in Köln und Sachverständiger auf dem Gebiet der Analyse von Nutzungsanforderungen, die Grundsätze und Rahmenbedingungen der Normen zur Gestaltung von interaktiven Multimedia-Anwendungen vor.
Herr Geis erläuterte, dass eine ganze Reihe von Usability-Normen existieren und die meisten Empfehlungen enthalten, die im "Kontext der Nutzung" anzuwenden und in ein Prüfkriterium überführt werden müssen. Diese Normen geben einen sinnvollen Gestaltungsspielraum vor. Damit das interaktive System als Arbeitsmittel effektiv und effizient nutzbar ist. Für Multimedia-Benutzungschnittstellen ist die Norm ISO 14915 anzuwenden Hierin wurden Teile der Norm ISO 9241 „Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten“ mit übernommen, so die Grundsätze der Dialoggestaltung.
Die sehr anschaulichen Ausführungen von Herrn Geis zeigten, dass es
sich lohnt diese Normen zu kennen und anzuwenden, um
Benutzer-gerechte System zu gestalten Weitere Details können
dem Foliensatz von Herrn Geis entnommen werden. Die WebSite von
ProContext enthält weitere Hinweise und Empfehlungen.
Siehe www.procontext.de
Folien zum Vortrag (pdf)
Fit für die Medienbranche?
Hochschulausbildung im Spiegel der Unternehmen
Grußwort
Prof. Dr. Jürgen Oldenstein
Vizepräsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Catrin Yazdani M.A.
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung, Projekt Step on!
Strukturanalyse für den Medienstandort Mainz und Mainz-Bingen
In der Medienbranche besteht – trotz des negativen Wirtschaftstrends der letzten Jahre – ein hoher Bedarf an ausgebildeten Fachkräften. Ein bedarfsgerechtes Aus- und Weiterbildungsangebot ist eine wesentliche Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit eines Medienstandortes. Allein in Mainz und Mainz-Bingen bieten über 60 Bildungsträger – von der Universität über Fachhochschulen, Berufsbildende Schulen bis hin zu Weiterbildungseinrichtungen – eine Vielzahl von Angeboten im Medienbereich an.
Erstmals wurden im Frühjahr 2003 alle regionalen Bildungsträger und Unternehmen der Medienbranche in Mainz und Mainz-Bingen zu Strukturdaten, Bildungsangebot und Bildungsbedarf befragt. Die Studie wurde im Auftrag des Bildungsnetzwerkes „Step on!“ vom Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt.
Step on! Bildungswegweiser Stadt Mainz/Landkreis Mainz-Bingen“ ist ein Netzwerk zur Verbesserung der Bildungstransparenz in der Region. In dem Netzwerk engagieren sich Personen und Institutionen aus den Bereichen Bildung, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Soziales. Die Federführung hat das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Mainz.
Die Erstellung der Studie wurde unterstützt durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland-Pfalz, durch das Büro für Medienwirtschaft und die Arbeitsmarktförderung der Stadt Mainz sowie durch die Kreisverwaltung Mainz-Bingen.
Im Rahmen der Analyse wurden erstmals detaillierte Strukturdaten der Medienbranche in Mainz und Mainz/Bingen erhoben. Zu den zentralen Ergebnissen der Studie gehören ein differenzierter Branchenüberblick sowie eine Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Unternehmen und des Bildungsangebotes der Bildungsträger. Siehe www.bildungsatlas-mainz.de
Rückblick
In der Veranstaltung am 25. Mai stellte Catrin Yazdani vom Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Johannes Gutenberg-Universität, die im Projekt „Step on!“ erstellte „Struktur- und Bedarfsanalyse für den Medienstandort Mainz und Mainz-Bingen“ vor.
Vizepräsident der Johannes Gutenberg-Universität Prof. Jürgen Oldenstein sprach in seinem Grußwort die große Herausforderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung speziell in der Medienwirtschaft an. Prof. Oldenstein führte aus, dass Medien das Fundament unserer Informationsgesellschaft bilden und die Johannes Gutenberg-Universität im Medienstandort Mainz mit seinen bedeutenden Unternehmen in der Medienbranche und aufgrund des historischen Hintergrundes, geradezu verpflichtet ist medienbezogene Studiengänge anzubieten. Neben der wissenschaftlichen Ausbildung, die von den Hochschulen wahrgenommen wird, bedingen der schnelle technologische Wandel verstärkt Angebote mit passgenauen Qualifikationen für das „Lebenslange Lernen“ auch aus den Hochschulen, die eine enge Abstimmung der Curricula mit der Praxis erfordern.
Frau Yazdani erläuterte, dass die Region durch wenige große Medienunternehmen und durch viele Klein- und Kleinstbetrieben in allen Medienbereichen geprägt ist. Rund 1/3 der Unternehmen benötigt neue Mitarbeiter am ehesten für software-orientierte Tätigkeiten von Unternehmen der Neuen Medien und am wenigsten für hardware-orientierte Tätigkeiten. Mehr als die Hälfte der Medienunternehmen (54,8%) sehen eine Berufsausbildung für notwendig an. Für 39,3% der Medienunternehmen ist eine Fach/Hochschulausbildung entscheidend, jedoch nur für 2,4% ist eine Universitätsausbildung im Medienbereich erforderlich. Die Ausbildungsangebote richten sich überwiegend an kaufmännisch-wirtschaftliche Tätigkeiten, danach folgen Angebote im kreative-gestalterischen Bereich, hardware-orientierte Tätigkeiten sowie der Lernkompetenz und der Problemlösungsfähigkeit. Ausbildungen für software-orientierte Tätigkeiten werden am wenigsten angeboten.
In der dualen Ausbildung stellen für kleine und mittelständische Betriebe das Fehlen von Personal für die Ausbildungsbetreuung ein Problem dar, weiterhin werden Defizite in der berufschulischen Ausbildung gesehen. Auch bei der Hochschulausbildung zeigen sich Problempunkte vor allem bei der inhaltlichen Konzeption der Studiengänge.
Die Struktur- und Bedarfsanalyse wurde im letzten Jahr erstellt und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Europäische Union, Europäischer Sozialfonds, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland-Pfalz, Stadt Mainz und Landkreis Mainz-Bingen. In der kurzen Zusammenfassung konnten nur einige Aspekte angesprochen werden.
Zum Abschluss stellte Frau Yazdani das Internet-Angebot http://www.bildungsatlas-mainz.de vor. Mit der hiermit voran getriebene Vernetzung von verschiedenen Bildungsangebote und Institutionen hat das regionale Bildungsforum Step on! einen wesentlichen Schritt zur strategischen Weiterentwicklung im Bildungsbereich der Region getätigt. Siehe hierzu auch http://www.step-on.de.
Friederike Jödick
Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und
Informationssysteme (IPSI), Darmstadt
Lernen via Internet: Web-basiertes Training selbst erstellen
Der Begriff „E-Learning“ ist in aller Munde. Kein Trainer, kein Wissensvermittler kommt umhin, sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Was aber bedeutet E-Learning ganz konkret? Was sind die Vorteile gegenüber traditionellen Kursen oder CBTs? Macht es überhaupt Sinn, bestimmte Lerninhalte in Form eines WBTs aufzubereiten? Wie können Inhalte möglichst gut lernbar, d.h. didaktisch sinnvoll, und für den Nutzer ansprechend umgesetzt werden? Das Angebot an Autorenwerkzeugen ist groß, viele Fragen bleiben offen. Das interdisziplinäre Team des Fraunhofer IPSI verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich E-Learning, geht diesen Fragen nach und liefert Antworten. Im Vortrag wird beleuchtet, worauf es bei der Planung und Umsetzung von E-Learning ankommt: Angefangen bei der Bedarfsanalyse, über die Konzeptionsphase, der Entwicklung, dem Testen und Verbessern bis hin zur Evaluation. Jedoch sollen nicht nur die einzelnen Phasen des Entwicklungsprozess vorgestellt, sondern gleichzeitig anhand des am IPSI erstellten WBTs („Erfolgreich WBTs erstellen“) illustriert werden. Es zeigt mit zahlreichen Beispielen und Übungen anschaulich, wie Wissen strukturiert aufbereitet und als E-Learning-Kurs realisiert werden kann.
Rückblick
In der Veranstaltung am 27. April stellte Frau Friederike Jödick vom Fraunhofer Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI), Darmstadt, Konzepte zu E-Learning vor und demonstrierte diese anhand eines Web-based Trainings (WBT), das zukünftigen Autoren von diesen Internet-Lernkursen zeigt, wie man es richtig macht. Der Kurs wurde am IPSI von einem interdisziplinären Team aus Pädagogen, Psychologen, Informationswissenschaftlern und Informatikern entwickelt.
Frau Jödick führte aus, dass Vorteile anderer Lerntechnologien, wie Radio, Film, Sprachlabor und Computer-basiertem Training (CBT) sich in WBT wiederfinden, jedoch auch deren Nachteile durch Nutzung der Internet-Technologien behoben werden können. Neben der Verfügbarkeit an jedem Ort und jeder Zeit sind wesentliche Merkmale die Selbstbestimmung des Lerntempos, Wahl der Präsentationsformen und der Lernmethode, flexible Aktualisierung und Verteilung des Kursmaterials sowie die Möglichkeit zum kooperativen Lernen mit unmittelbarem Feedback. Zum kooperativen Lernen können z.B. E-Mail, Newsgroup, Videokonferenz, Chat, gemeinsamer Ablagebereich und spezielle Werkzeuge für Gruppenübungen eingesetzt werden. Die vielfältigen Möglichkeiten müssen didaktisch angemessen genutzt werden und es ist beim Lernenden u.a. zusätzliche (IT)-Kompetenz erforderlich, damit z.B. nicht der Eindruck "lost in the Hyperspace" entsteht.
Der Entwicklungsprozess für WBT beginnt mit einer Analyse der Zielgruppe, der Lernziele und des Materials. Hierauf aufbauend werden Wissensbausteine entwickelt. Konkrete Beispiele für Navigation, Layout und Software-Ergonomie stellte Frau Jödick vor. Abschließend erläuterte die Referentin die Konzepte anhand der Lektion „Multimedia" aus dem WBT „Erfolgreich WBTs erstellen".
Die anregende Diskussion zeigte ein großes Interesse und das Potential von Web-basiertem Lernen. Die Präsentation ist verfügbar auf der Homepage des AK. Für weitere Informationen und zum Kursmaterial steht Ihnen Frau Jödick gerne zur Verfügung.
E-Mail: joedick@ipsi.fraunhofer.de
Demo: http://learning.ipsi.fraunhofer.de/wbt-demo/
Folien: Praesentationen/ipsi-joedick.pdf
Multimedia-Standort Hessen - ein Trendüberblick
Olaf Jüptner
InvestitionsBank Hessen AG (IBH), Wiesbaden
Seit 1997 gibt es die Landesinitiative hessen-media. Viel ist mit und ohne
die Landesinitiative passiert. Welche Infrastrukturen, welche Anbieterstrukturen
gibt es? Was macht das Land? Welche Netzwerke und Schwerpunkte gibt es? Wie
sieht es in Hessen aus mit der Nutzung der neuen Medien?
Folien zum Vortrag:
In der 60-ten Veranstaltung des Arbeitskreises gab Herr Olaf Jüptner, Investitionsbank Hessen AG (IBH), Wiesbaden, einen Trendüberblick zu dem Multimedia-Standort Hessen. Zunächst stellte Herr Jüptner Basisidaten vor, z.B. wohnen 6,1 Mio. Einwohner in Hessen auf einer Fläche von 21.100 qkm und mit 61.000 Euro wird das höchste Bruttosozialprodukt je Arbeitnehmer in Deutschland erzielt. Von den 70.000 Unternehmen in Hessen sind 6700 Unternehmen mit 80.000 Beschäftigte der IT-Branche zuzurechnen, die 11 Mrd Euro Umsatz erwirtschaften. Die meisten Unternehmen gehen derzeit von positiven Umsatzprognosen aus.
In der Rhein-Main Region sind Unternehmen aus vielen Branchen angesiedelt, jedoch ist der Schwerpunkt im Bereich Banken, Versicherung, Medien und Verkehr. Über den Netzknoten DE-CIX in Frankfurt läuft 85% des Internet-Verkehrs aus Deutschland und 35% aus Europa. Über 110 ISP und Backbone Anbieter und die Registrierungsstelle für deutsche Domains DE-NIC haben in Frankfurt ihren Sitz. In der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind die Technische Universität, ESOC, FhG und andere Institutionen angesiedelt.
Die Landesinitiative hessen-media hat über 150 Projekte mit 6 Mio Euro/Jahr seit 1997 initiiert. Beispiele sind Medienerziehung/Schule, Digitale Bibliotheksinformation, Virtuelle Hochschule, Kultur und Telemedizin. In diesem Jahr wurden die Themen Online, E-/M-Business, Sicherheit, Outsourcing, Software Telekommunikation in der Aktionslinie hessen-it zusammengefasst. Zur Koordination von E-Government hat Hessen als einzigstes Bundesland die Stelle eines CIO im Rang eines Staatssekretärs geschaffen.
Im Anschluss stellte Herr Jüptner Ergebnisse und Schlussfolgerungen für Hessen aus dem (N)ONLINER-Atlas vor. Ein Ergebnis hieraus war, dass Frankfurt die höchste Internet-Nutzung (61%) aller deutscher Metropolen hat. In den kleinen Gemeinde mit bis zu 5.000 Einwohnern bestehen jedoch Defizite im Vergleich zu anderen Bundesländern.
Viele weitere Information finden Sie auf den Vortragsfolien (s. Homepage des AK) und natürlich unter http://www.hessen-it.de/.
Ann-Kathrin Sauthoff
Accenture GmbH, Kronberg im Taunus
http://www.accenture.de/
Ob Automobilbranche oder Chemieindustrie, Banken, und Versicherungen, Handwerk oder öffentliche Verwaltung: Mittlerweile gibt es in allen Branchen IT- und Medienarbeitsplätze. Mehr noch -erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen sind ohne den Einsatz moderner Informationstechnologie und Medien kaum mehr möglich.
Ohne Zweifel ist die Medien- und IT-Branche ein wesentlicher Motor für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung. 11.000 Technologie-Jobs stehen einem Potenzial von 30.000 Arbeitsplätzen in anderen Branchen wie Banken, Versicherungen oder Automobil gegenüber - ein Potenzial, das die rheinland-pfälzische Landesregierung schon früh erkannt hat.
In den rund 7.600 Medien- und IT-Unternehmen von Rheinland-Pfalz gibt es mittlerweile mit etwa 43.000 Mitarbeitern fast genau so viele Beschäftigte in Medien- und IT-Unternehmen wie in der Landwirtschaft. Die Wertschöpfung im Medien- und IT-Bereich des Bundeslandes entspricht der in der chemischen Industrie. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Mitte Mai 2003 von dem Beratungsunternehmen Accenture vorgelegte Studie mit dem Titel „Mediengutachten Rheinland-Pfalz - Beschäftigung und Wachstum in der Informationsgesellschaft“.
Auf Grundlage des Gutachtens, das die internationale Unternehmensberatung Accenture im Auftrag der Landesregierung erstellt hat, will die Landesregierung den Medienstandort Rheinland-Pfalz noch weiter ausbauen und so für mehr Wachstum und Beschäftigung sorgen. Dazu soll das Potenzial des Landes gestärkt und die vorhandenen kreativen Kräfte aktiviert werden.
Der Vortrag wird die Kernergebnisse des Gutachtens vorstellen.
Siehe http://www.rlp-inform.rlp.de/standort/gutachten.htm.
In dem Flächenland Rheinland-Pfalz mit seinen 4,04 Mio. Einwohner sind ca. 7.600 Unternehmen im Primärbereich Medien/IT angesiedelt, mit einem Umsatz von 6,7 Mrd. Euro und 43.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigten.Rheinland-Pfalz betreibt eine starke Förderung der Medienkompetenz in den Schulen und eine Vielzahl von Medienstudiengängen existieren. Rheinland-Pfalz verfügt seit 1996 mit seinem flächendeckenden rlp-Netz über ein breitbandiges und sicheres Daten- und Kommunikationsnetz. Das rlp-Netz verbindet nahezu alle staatlichen Stellen des Landes und alle Hochschulen.
Im Gutachten wurden die 5 Region Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Trier herausgearbeitet. Die detaillierten Untersuchungen zeigen auf, dass die Region Mainz mit den beiden Sendeanstalten ZDF und SWR einen Schwerpunkt im Bereich Audio-Visuellen Medien besitzt und Kaiserslautern mit seinen beiden Fraunhofer Instituten einen Schwerpunkt im Bereich der Softwaretechnik. In Koblenz ist der Bereich der Print und Werbung stark, jedoch fehlt wie auch in Trier ein ausgeprägtes regionales Profil. In Ludwigshafen ist der Sekundärbereich mit der BASF sehr stark vertreten.
Neben der umfangreichen Erhebung von Standortfaktoren für den Bereich Medien enthält die Studie auch Handlungsempfehlungen, so z.B. zur Fortschreibung des Gutachten und zum Ausbau der Breitbandversorgung in Gewerbegebieten.
Die profunden Ausführungen
von Frau Sauthoff regten zu einer intensiven Diskussion zum
Medienprofil Mainz an. Das Mediengutachten ist verfügbar unter:
http://www.rlp-inform.rlp.de/standort/gutachten.htm.