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Von Mobile Wallet zu Simpay - pay stuff with your mobile
Christoph Dohrmann
SchlumbergerSema, Köln
Die Wertschöpfungskette im mobilen Internet und der darin getätigte Handel, M-Commerce, kann nur erfolgreich vom Anbieter bis zum Kunden geschlossen werden, wenn die Abwicklung der damit verbundenen Finanztransaktionen für alle Parteien in höchstem Maße sicher, komfortabel und zuverlässig erfolgt. Hinzu kommt die Anforderung, sowohl Händlern als auch Kunden eine möglichst niedrige Einstiegschwelle zum Bezahlen mit dem Handy, M-Payment genannt, mit möglichst großer Reichweite und einfacher Skalierbarkeit zu bieten. Zur Zeit arbeiten bereits viele Mobilfunk-Betreiber an ihren eigenständigen Lösungen, doch hat sich bislang trotz des enormen Kundenpotentials jedes einzelnen Betreibers M-Payment nicht wirklich durchsetzen können. Auch Händler nehmen diese unterschiedlichen Zahlungsmöglichkeiten nicht mit dem Enthusiasmus auf, der vor Jahren noch die Branche prägte, nicht zuletzt, da jeder Händler mit jedem einzelnen Anbieter eine eigene Integration benötigen würde.
Diese Jahr wurde jedoch eine gemeinsame Initiative für mobiles Bezahlen von den großen Mobilfunk Anbietern gegründet. Diese Initiative, genannt Simpay, hat es zum Ziel gemacht, einen Betreiber übergreifenden Standard für Mobiles Bezahlen zu etablieren, so dass es beim Bezahlen mit dem Handy in Zukunft ebenso gleichgültig ist, welchen Betreiber der Kunde wählt, wie es heutzutage bereits beim Telefonieren und Versenden von SMS selbstverständlich ist.
Der Vortrag erläutert neben dem M-Business Umfeld von Portalen und Content-Providern, in das die mobilen Bezahlsysteme sich einbetten, die technischen Herausforderungen und Lösungsansätze in Bezug auf Sicherheit, Flexibilität und Skalierbarkeit bei der Implementierung einer serverbasierten Wallet sowohl bei den proprietären Systemen bis hin zum dezentralen System eines M-Payment Netzwerkes zur Umsetzung der Simpay Initiative.
Rückblick
In der Veranstaltung am 25.11.2003 stellte Christoph
Dohrmann von SchlumbergerSema
Köln, Lösungen für Mobiles Bezahlen vor. Herr Dohrmann führte aus, dass bereits
zu Beginn des E-Commerce die Erfordernis von Bezahlsystemen erkannt wurde,
jedoch die ersten proprietären Entwicklungen sich nicht durchsetzen konnten. Das
Fehlen eines sicheren und allgemein akzeptierten Bezahlsystems hat mit dazu
beigetragen, dass viele Produkte im Internet zunächst umsonst angeboten wurden.
Derzeit ist die Etablierung von Bezahlsystemen und kostenpflichtigen Angeboten
festzustellen. Mobile Bezahlsysteme sollen zu jeder Zeit und an jedem Ort
einfach und schnell einsetzbar sein. Aufgrund ihrer allgemeinen Verwendbarkeit
ist eine Anwendung in vielen Bereichen möglich, z.B. beim Abruf von
Börseninformationen, Ticketing, Öffentlichen Nahverkehr und Parken, beim
Einkauf, Download von Musik und Filmen sowie bei Spielen. Eine rein
elektronische Abwicklung ist immer dann nicht möglich, wenn physische Waren zu
liefern sind. Mit Mobilen Bezahlen wird zunehmend ein cooler LifeStyle
verbunden.
Die Wertschöpfungskette des M-Commerce erfordert eine mobile Infrastruktur, Betreiber, Content-Anbieter und zur Nutzung, Portale für die Anwender. Die Erwartung der Anwender ist, dass die Benutzung sehr einfach und sicher ist, die Abrechnung durch Lastschrift oder Kreditkarte erfolgt. Die Anbieter wünschen sich eine modulare Struktur, die wenig Umstellungsaufwand erfordert. Die Infrastruktur mit der mobilen Wallet (Geldbörse) muss damit Transaktion sammeln können, um größere Beträge beim Kunden bzw. Anbieter abrechnen zu können. Grundgebühren für die Abrechnung von Kleinstbeträgen können so weitgehend vermieden werden. Im Bereich des Micro-Payment (etwa kleiner 10Euro) kann die Abrechnung auch über die Telefonrechnung erfolgen, aufgrund rechtlicher Regulierungen allerdings nur für Telekommunikations-basierte Dienste.
Zur Schaffung eines einfach zu integrierenden und sicheren Frameworks haben
die Telekommunikationsunternehmen Orange, Telefónica Móviles, T-Mobile und
Vodafone die Initiative Simpay gegründet. Mit Simpay soll die Abrechnung von
großen und kleinen Beträgen auch im Ausland für alle Kunden der beteiligten
Kommunikationsunternehmen möglich sein. Durch eine offene, sichere technische
Infrastruktur, eine einfache Gebührenstruktur und die Verfügbarkeit auf jedem
Handy soll die Nutzung für jeden Benutzer so einfach wie möglich werden, um
genügend Kunden zu erreichen. Anfänglich soll Simpay im europäischen Raum
angeboten werden, später auch im amerikanischen und asiatischen Markt.
Siehe
http://www.simpay.com/
Rechtsfragen im Internet
Petra Marwitz
Kanzlei Marwitz, Frankfurt
Rechtsfragen im Internet werden zunehmend wirtschaftlich relevant. Nachdem die Pionierzeit vorbei ist und eine Marktbereinigung stattgefunden hat, kommt nunmehr - hoffentlich - das Geschäft im Internet. Dazu sollten die Webseiten rechtskonform sein, da anderenfalls Abmahnungen, Bußgelder, Imageverlust und ähnliche Sanktionen drohen. Das Internetrecht hat sich seit dem Erlass der ersten Gesetze kontinuierlich weiter entwickelt. Frau Rechtsanwältin Petra Marwitz, Kanzlei Marwitz, Frankfurt/M., wird in ihrem Vortrag auf wesentliche rechtliche Aspekte zu sprechen kommen. So werden das E-Mail-Marketing, die Anbieterkennzeichnung, der Fernabsatz und Internet-AGB sowie das Domainrecht thematisiert.
Rückblick
In der Veranstaltung am 28.10.2003 berichtete Frau
Rechtsanwätin Petra Marwitz, Frankfurt, über die Rechtsproblematik im Internet.
Zunächst beleuchtete Frau Marwitz die Situation beim E-Mail-Marketing. Sie stellte klar, dass die Zusendung von unverlangten E-Mails weder an Gewerbebetriebe noch an Private zulässig ist. Zur Klärung der Anforderung eines Newsletters hat sich das Double-opt-in Verfahren bewährt, doch selbst bei diesem forderte das LG Berlin den Nachweis des Anbieters, dass eine entsprechende Einwilligung des Empfängers vorliegt.
Alle WebSites (Ausnahme: private Teledienste) müssen eine Anbieterkennung aufweisen. Hierbei fordert das §6 TDG für geschäftliche Teledienste und § 10 Mediendienstestaatsvertrag für Mediendienste im Detail unterschiedliche Angaben. Die Anbieterkennung muss von jeder Stelle einer WebSite leicht auffindbar, einsehbar und ständig verfügbar sein. Haftungsrisiken können durch Nutzungsbedingungen auf der WebSite reduziert werden.
Bei einem Internet-Shop müssen unter anderem die AGB wirksam einbezogen werden und bei einem Fernabsatz bestehen besondere Informationspflichten (§312c BGB in Verbindung mit §1 Info-Verordnung).
Im Bereich des Domainrechts ist zum einen das Markenrecht zu beachten und zum anderen ist die Nutzung von beschreibenden Domains entsprechend dem BGH-Urteil "mitwohnzentrale.de" möglich.
Die Diskussion zeigte, dass sich zwar die Rechtsprechung in Deutschland gefestigt hat, jedoch eine Rechtsunsicherheit insbesondere im internationalen Bereich verbleibt. Aufgrund der Verschiedenheit von Internet-Angeboten ist eine individuellen Prüfung eines Internet-Angebots durch einen spezialisierten Anwalt angeraten. Musterformulierungen gehen oft an dem benötigten Bedarf vorbei.
Die Kanzlei Marwitz bietet auf ihrem Internet-Angebot einen Newsletter und
weitere Informationen an.
Siehe: http://www.kommunikationsrecht.com/
Digitale Medienarchive und multimediales Content Management
Dr. Joachim Köhler
Competence Center NetMedia
Fraunhofer Institute for Media Communication
Schloss Birlinghoven, Sankt Augustin
http://imk.fraunhofer.de/netmedia
Kurzbeschreibung
Inhaltliche Erschließung von multimedialen Archiven mittels automatischer Metadatenextraktionsmethoden
für folgende Anwendungsbereiche: Museen, Rundfunkarchive, Historische Sammlungen,
Zeitungsarchive, ...
Ausgangsproblem
Die rasch voranschreitende Digitalisierung von Inhalten und dementsprechend stark anwachsenden Datenbestände führen zu neuen
Herausforderungen bei der Erfassung und Verwaltung von digitalen
Daten. Im Bereich der Hörfunk- und TV-Medienhäuser, in denen sehr
wertvolle und hochqualitative Mediendaten produziert und gesendet
werden, besteht ein großer Bedarf, die Inhalte digital zu managen und
zu archivieren und so für eine spätere Verwendung bei neuen
Produktionen zu sichern. Dies ist nur möglich, wenn die archivierten
Daten mit Metadaten versehen werden. Ähnliche Anforderzungen
bestehen im Bereich der Museen und kulturellen Einrichtungen. Hier
geht es darum, die kostbaren und zahlreichen Exponate digital zu
archivieren und über das Web verschiedenen Benutzerkreisen
zugänglich zu machen. Auch im privaten Bereich werden zunehmend
multimediale Daten produziert, wie z.B. Fotos, Videos, Sprach-
oder Musikaufzeichnungen.
Für alle genannten Bereiche gilt, dass die digitalen Archive erst durch Metadaten und eine inhaltliche Erschließung ihren praktischen Wert erhalten. Ein intelligentes Management der multimedialen Inhalte ist Voraussetzung für ihre optimale Nutzung.
Chance
Durch neuartige Methoden und Systeme für die inhaltliche
Erschließung und das intelligente Management digitaler Inhalte ergeben
sich für den Besitzer der Inhalte (Content Provider) neue Möglichkeiten,
die Inhalte zu verwerten und anderen Interessenten zur
Verfügung zu stellen. Digitalisierte und erschlossene Inhalte stellen
einen Wert dar, der kommerziell genutzt werden kann. Im kulturellen
Bereich können durch neue Techniken des multimedialen Content
Management Museen miteinander vernetzt und verbunden werden.
Die digitalisierten Museumsexponate können über mehrere Standorte
verteilt zur Verfügung gestellt werden und ermöglichen so einen
innovativen Austausch von Wissen und von kulturellem Erbe.
Lösung
Für eine effiziente und transparente Verwaltung der digitalen Daten-
bestände werden Content Management Systeme entwickelt und
eingesetzt. Dabei müssen Speicherung und Zugriff nach klaren Kriterien
erfolgen. Die richtige Auswahl und notwendige Anpassung solcher
Systeme - abhängig von der Informationsart wie z. B. Text oder
Sprache - spielen eine entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit
solcher Systeme im verwendeten Kontext und somit der Informationsanbieter.
Da zunehmend Sprache und Video digital gespeichert werden (z. B. Radio- und Fernsehsendungen), gewinnt die gezielte Suche nach Sprach- und Videosequenzen immer mehr an Bedeutung. Neue Techniken für Audio/Video Retrieval sollen z. B. aus einem Interview bestimmte Aussagen (O-Töne) schnell und möglichst ohne manuelle Nachbereitung herausfiltern oder ein Gesicht in einem Video finden können.
Beim Aufbau von digitalen Bibliotheken im kulturellen Bereich müssen Originale von beispielsweise Manuskripten oder Bildern mit hervorragender Qualität digitalisiert werden. Dies wie auch die Speicherung, Verwaltung und ansprechende Online-Präsenz der Informationsbestände sind Aufgaben, die (nur) in interdisziplinärer Zusammenarbeit von IT-Experten mit den Fachleuten für die jeweiligen Inhalte gelöst werden können.
Das Kompetenzzentrum NetMedia des Fraunhofer IMK hat 2002 wegweisende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet des multimedialen Content Management geleistet. Dazu gehören der pilotartige Aufbau eines digitalen Archivs für das Beethoven-Haus und der Online Präsenz für das digitale Beethoven-Haus sowie die Entwicklung von Methoden zur automatischen Sprach- und Videoanalyse und des darauf basierenden Medienanalysesystems iFinder. Auch bei der Verknüpfung von Wissen ist der semantische Aspekt von großer Bedeutung. Mit automatischen Methoden konstruierte semantische Netze bilden die Grundlage für den Aufbau des Semantic Web.
Zielgruppen
Nutzer und Bearbeiter von digitalen Archiven: Archivare von
Rundfunkanstalten, Museumsbetreiber, Behörden und Unternehmen,
die über umfangreiche AV-Archive verfügen. Versichterungen, Anwälte
und Justiz, die Gerichtsverhandlungen digital archivieren; Ärzte und
Krankenhäuser, die Operationen und Befundungen digital aufzeichen,
Online-Streaming-Anbieter
Inhalt des Vortrags
Rückblick
In der Veranstaltung am 17. Juni 2003 erläuterte Dr. Joachim
Köhler vom Fraunhofer Institut für Medienkommunikation (IMK),
Sankt Augustin, dass aufgrund der stark wachsenden digitalen
multimedialen Datenbestände wie in Rundfunk-, Zeitungsarchiven
und Museen, ein Bedarf zur inhaltlichen Erschließung dieser
Archive besteht. Eine manuelle Deskription kann in vielen Fällen
aufgrund des enormen Aufwands nicht und nur unvollständig
geleistet werden. Deshalb steigt das Interesse, aus multimedialen
Archiven mit automatischen Verfahren Metadaten zu extrahieren
und damit das Auffinden von archivierten Szenen zu ermöglichen
und diese gezielt wiederzuverwenden.
Herr Köhler führte aus, dass bereits vor über 10 Jahre erste kommerzielle Systeme zur Suche in Bildern mit z.B. Farbhisto- grammen zur Verfügung standen. Heute existieren bereits Systeme zur objektnahen Auswertung, wie z.B. Gesichtern, aber auch erste Ansätze zur semantischen Beschreibung einer audio- visuellen Szene. Mit MPEG-7 existiert eine internationale Norm zur inhaltlichen Beschreibung und zum Retrieval von audio- visuellen Inhalten auf verschiedenen Ebenen (Features, Strukturen, Semantik, Modellen).
Als Beispiel stellte Herr Köhler das "Digitale Beethoven-Haus Bonn" vor, das derzeit in einer Kooperation mit dem Institut für Medienkommunikation entsteht. Mit diesem Angebot soll das Weltkulturerbe Beethoven bewahrt und durch die Visualisierung klassischer Musik in virtueller Umgebung eine neue Erlebniswelt erschlossen werden. Einen ersten Eindruck erfahren Sie beim virtuellen Rundgang durch das Beethoven-Haus unter www.beethoven-haus-bonn.de.
Folien zum Vortrag (pdf).
Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Site
des IMK-Instituts der FhG www.imk.fraunhofer.de .
Sichere und datenschutzkonforme Mail-Kommunikation
Joachim Wenzel
etc EDV Training Consulting GmbH, Mainz
Ein datenbankorientiertes und webbasiertes Mailkonzept für
vertrauliche Kommunikation mit Behörden, Beratungsanbietern und
Unternehmen als Alternative zur herkömmlichen eMail.
Siehe ”secure web communication”: http://www.sewecom.de
Ausgangsproblem / Lösungsansatz
E-Mails können mittlerweile verschlüsselt und digital signiert
werden, um vertrauliche Kommunikation zu ermöglichen. Die
Installation und technische Umsetzung ist den meisten Mailnutzern
jedoch zu kompliziert. In der Praxis gebrauchen deshalb weniger als
2% Verschlüsselungssoftware wie z.B. PGP. Für die Mailnutzer bei
diesem neuen Konzept ist vor allem die einfache Bedienbarkeit
hilfreich. Sie müssen nicht erst Verschlüsselungsprogramme
installieren, um gesichert kommunizieren zu können. Lediglich das
Anlegen eines Kommunikations-Accounts ist notwendig. Dies geschieht
ganz einfach im Browser durch die Eingabe eines Benutzernamen und
eines Passwortes. So wird sicheres Mailen für Kunden (Klienten bzw.
Bürger) mit einer bestimmten Organisation so einfach, dass die
Verschlüsselungsrate 100% beträgt. Außerdem bringt dieses Konzept
Vorteile für den Datenschutz und die organisatorische Handhabung
von Kundenanfragen.
Zielgruppen
Vertrauliche Kommunikation bietet dieses Mailkonzept für Behörden,
Unternehmen, Freiberufler und alle Organisationen, die
nicht-öffentliche oder personenbezogene Daten kommunizieren. Dies
gilt z.B. für Ärzte, Anwälte, Banken, Kommunen,
Online-Dienstleister und Versicherungen.
Inhalt des Vortrags
Vor- und Nachteile der herkömmlichen eMail (smtp/POP3)
Gefahren bei der Internetkommunikation
Szenarien aus der Praxis / Datenschutzproblematik
Neuer Lösungsansatz: Webbasiert / Datenbankbasiert
Praxisbeispiel für Unternehmen / Organisationen
Rückblick
In der Veranstaltung am 20. Mai stellte Herr Joachim Wenzel, etc Training
Consulting, Mainz, ein datenbankorientiertes und webbasiertes Konzept für
sichere und datenschutzkonforme Mail-Kommunikation vor. Die Vorteile
der herkömmlichen E-Mail wie, einfacher und schneller Austausch von
Informationen begründen den enormen Zuwachs an dem E-Mail
Aufkommen. Für viele Anwendungsbereiche sind jedoch Anforderungen
bezüglich der Sicherheit des Datenaustauschs unerläßlich bzw. sogar
gesetzlich vorgeschrieben, wie z.B. Schweigepflicht bei Ärzten und
Rechtsanwälten oder Amtsverschwiegenheit. Wenzel führte aus, dass die
Übertragung einer E-Mail durch Programme wie PGP zwar chiffriert und
signiert werden können, die Nutzung für die meisten Menschen jedoch zu
kompliziert sei.. Nach einer Erhebung würden selbst bei vertraulichen
Informationen in weniger als 2% diese Möglichkeit genutzt.
Aufgrund dieses Hintergrunds hat etc Consulting für die Telefonseelsorge ein Mail-Portal entwickelt. Die Kommunikation erfolgt über einen Web- Browser und wird per SSL verschlüsselt. Eine spezielle Software oder Plug-in auf Seiten des Anfragenden sowie technische Kenntnisse sind dabei nicht notwendig. Auf Seiten des Anbieters werden die eintreffenden Anfragen in einer Datenbank verwaltet, damit kann sichergestellt werden, dass z.B. keine Anfrage verloren geht und nach der Beantwortung wieder gelöscht wird. Der Anfragende erhält über einen passwort-geschützten Bereich Zugriff auf die Beantwortung, somit erfolgt auch die Zustellung der Antwort in verschlüsselter Form.
Im Bereich der Telefonseelsorge ist die Gewährleistung der Anonymität eine weitere unerlässliche Voraussetzung für die Anwendbarkeit, die durch das Verfahren gesichert ist. Die in anderen Bereichen z. B. beim E-Government, geforderte Identifizierbarkeit und Unabstreitbarkeit kann durch Integration von Komponenten nach dem Signaturgesetz sichergestellt werden.
Weitere Informationen, wie die sichere Konfiguration eines PC, auf der WebSite http://www.sewecom.de.
Sichere Unternehmenskommunikation über öffentliche Netze
Roger Faust
NCP engineering GmbH, Frankfurt, Nürnberg
Die sichere, kostengünstige und komfortable Nutzung des
Internet zur Anbindung von mobilen Mitarbeitern, Telearbeitern und
Filialen an ein Unternehmsnetzwerk stellt eine Alternative
gegenüber gängigen Anbindunstechniken (Direkteinwahl,
Standleitungen usw.) dar. Das dabei zu erzielende Einsparpotential,
aber auch die damit verbundenen Einschränkungen werden dargelegt.
Es wird speziell auf Bedrohungen aus dem Internet und deren Abwehr
eingegangen. Anhand von Referenzen wird die Sicherheit der
verwendeten Verfahren aufgezeigt.
Anhand einer mobilen Einwahl per Handy in das
NCP-Unternehmensnetzwerk in Nürnberg werden die Möglichkeiten live
demonstriert.
Rückblick
In der Veranstaltung am 29. April 2003 stellte Herr Roger Faust,
NCP engineering GmbH, Lösungen für eine Unternehmenskommunikation
über öffentliche Netze vor. Die zunehmende Flexibilität und
Mobilität in unserer Arbeitswelt erfordert einen flexiblen Zugriff
auf zentrale Datenbestände und Ressourcen von Unternehmen, dabei
muss gleichzeitig ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet
werden und die Lösung sollte kostengünstig sein. Herr Faust legte
dar, dass gegenüber einer Standleitung, wie sie oft bei der
Kommunikation zwischen der Zentrale und den Filialen eingesetzt
wird, beträchtliche Kosteneinsparung bei Nutzung von öffentlichen
Netzen (Wählverbindung oder Internet) erzielt werden. Hierbei muss
jedoch der potentiellen Gefahr, einer Cybercrime-Attacke zum Opfer
zu fallen, begegnet werden. Die Wirtschaftskriminalität in diesem
Bereich ist steigend und zu dem kann bei einem eingetretenen
Schaden die Firmenleitung bei fahrlässiger Handhabung der
IT-Sicherheit belangt werden.
Der Vorteil einer Wählverbindung ist die garantierte Bandbreite und
die hohe Verfügbarkeit. Ein Angriff erfordert den physikalischen
Zugriff, deshalb wird dieser meist nur von professionellen
Angreifern erfolgen. Der Vorteil einer Anbindung über das Internet,
sind vor allem die geringen Kosten. Dieser wird erkauft mit höheren
Sicherheitsrisiken, die durch geeignete Schutzmechanismen
auszugleichen sind.
Ein „Virtual Private Network (VPN)" bietet den benötigten
Schutz. Das Unternehmen NCP hat sich mit seiner Secure
Communications-Produktpalette auf reine Softwarelösungen
spezialisiert. Vorteile dieser Lösung sind u.a. ein
leistungsstarkes Administration-Tool für Fernwartung und ein
intelligentes Verbindungsmanagement zur schnelleren,
kostengünstigen Datenübertragung. Herr Faust erläuterte, dass die
Performance mit moderner Standard-Hardware vollkommen ausreichend
ist, so verbinden z.B. NCP Komponenten bei der Signal Iduna
Versicherung 6000 Außendienstmitarbeiter über ein VPN mit der
Zentrale. Diese Hochsicherheitstechnologie kommt auch im
Informationsverbund Bonn-Berlin (IVBB) zum Einsatz und ermöglicht
u.a. Mitglieder des Bundestages einen mobilen Zugriff auf das
zentrale Datennetz.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der WebSite
http://www.ncp.de oder der Seite des Referenten http://www.sichererPC.de.
Massenmedium Internet-Breitbandportal
Besser als Fernsehen?
Eine Fallstudie von und mit
Dr. Eike Christoph Mennerich
T-Online Vision, Weiterstadt
Ungeachtet der gegenwärtigen Rezession durchläuft das Internet eine rasante Entwicklung zu einem Medium, das TV-ähnliche Leistungen erbringt. Schon jetzt können z.B. auf http://www.t-online-vision.de Musikvideos, Filme und Top-Computer-Games empfangen werden. Mehr noch: PC-Games können online gespielt, Videos on demand geschaut, Nach-richtenshows nach eigener Wahl zusammengestellt werden. Aber bedeuten diese Stärken einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Fernsehen? Kann man im Internet mit Medien-Inhalten Geldverdienen und wenn ja wie? Welche Geschäftsmodelle haben Aussicht auf Erfolg?
Rückblick
In der Veranstaltung am 18. Februar 2003 stellte Herr Dr. Eike
Christoph Mennerich das Potential von Breitband-Angeboten am
Beispiel von T-Online Vision vor. Mit diesem Angebot sind
interaktive Möglichkeiten verbunden, die neue Erlebniswelten für
Online-User schaffen: Mit längeren Film-Clips zu vielen
thematischen Themen, Previews von TV-Serien, Live-Shows und
interaktiver Bewegtbildwerbung soll ein "Lean Back" Angebot
geschaffen werden, bei dem sich der Nutzer wortwörtlich bequem vor
dem PC-Bildschirm zurücklehnen kann. Einige dieser neuen
Möglichkeiten wurden direkt aus dem aktuellen T-Online Vision
Angebot durch Eike Mennerich anschaulich präsentiert.
Darüber hinaus stellte Mennerich ein innovatives, zusätzliches
Breitbandprodukt vor, dass als komplementäres Angebot zum Fernsehen
dienen soll. Das Produkt soll ausgewählte Inhalte von T-Online
Vision, Video on Demand und eine elektronische Fernsehzeitschrift
in einer TV-optimierten Auflösung enthalten. Auf der CeBIT in
Hannover Anfang März kündigte T-Online inzwischen an, dass die
dafür erforderliche Settop-Box zum Weihnachtsgeschäft 2003
verfügbar sein soll. Die Fertigung der Hardware wird dabei von
Partnern übernommen - genannt wurde auf der CeBIT das Unternehmen
Fujitsu-Siemens Computers. Mit der Settop-Box, dem von Fujitsu
Siemens Computers entwickelten ACTIVY Media Center, soll über einen
integrierten, digitalen Videorecorder auch zeitversetztes Fernsehen
ermöglicht werden.
Die Unternehmensstrategie von T-Online, also neben dem Betreiben
von Diensten wie Access, Hosting, Abrechnungs- und E-Commerce
Plattformen verstärkt auch in den Content-Bereich vorzustoßen,
regte eine konträre Diskussion an. Als kritisch wurde das bereits
jetzt offensichtliche Überangebot im Broadcasting Bereich, der neue
Standard Multimedia Home Plattform (MHP) und die Internet-Angebote
der Fernsehanstalten bewertet. Positiv wurde dagegen hervorgehoben,
dass Kunden durch Angebote wie T-Online Vision genau bestimmen
können, wo sie welches Angebot exakt zu welchem Zeitpunkt sehen
wollen.
Für den Verbraucher dürfte damit die Programmauswahl nicht
leichter, dafür aber auf jeden Fall noch vielfältiger werden.
Schauen Sie mal rein unter http://www.t-online-vision.de
!
Bidjan Tschaitschian
insiders GmbH -
Wissensbasierte Systeme, Mainz, Kaiserslautern
Die Qualität von Entscheidungen ist von der Qualität des verfügbaren Wissens abhängig. In Zukunft werden nur noch Unternehmen und Organisationen erfolgreich sein, die das Wissen ihrer Partner und ihrer Mitarbeiter effektiv und geschäftsprozessbegleitend einsetzen. Dafür wird auf interne und externe Daten- und Informationsquellen zurückgegriffen. Das Erfahrungswissen der Mitarbeiter ist schwerer zu erfassen. Der Anspruch, das Wissen an der Stelle zu haben, wo es benötigt wird, stellt hohe Anforderungen an die Organisation des Wissenstransfers.
Aus technischer Sicht bedeutet Wissensmanagement strukturierte und unstrukturierte Daten und Informationen nutzbar zu machen. Diese müssen im Kontext der Anforderungen des Anwenders selektiert und kombiniert werden, um einer besseren Entscheidungsfindung zu dienen.
Die insiders mindaccess Suite automatisiert das Erschließen und Klassifizieren von Wissen. Dokumente oder Personen werden einfach und schnell gefunden. Unübersichtliche Mengen an Daten bzw. Informationen werden systematisiert, kategorisiert und personalisiert. Informationen werden aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und zur gewünschten Zeit am richtigen Ort den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. mindaccess versteht Dokumente. Das System erkennt inhaltliche Zusammenhänge und liefert die gefundenen Informationen nach persönlichen oder kollektiven Bedarfsprofilen.
Die Präsentation wird sehr praktisch orientiert sein. Anhand einer webbasierten Wissensmanagementlösung wird die Technologie an vielen Beispielen detailliert erläutert.
Die Teilnehmer haben darüber hinaus Gelegenheit, mit einem ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet des Wissensmanagements zu diskutieren und mit ihm Lösungen für die drängendsten Probleme des Wissensmanagements zu erörtern:
In der Veranstaltung am 21. Januar 2003 referierte Herr Bidjan Tschaitschian, insiders GmbH, Kaiserslautern, über die Möglichkeit Informationen aus strukturierten und insbesondere unstrukturierten Daten automatisch zu erschließen und zu klassifizieren. Herr Tschaitschian führte aus, dass das Auffinden von Informationen sich vermehrt als ein Engpass erweist. Die Formulierung einer Suchanfrage mit booleschen Verknüpfungen erweist sich vielfach als nicht handhabbar bzw. führt zu unbefriedigenden Ergebnissen. Der manuelle Aufbau von Katalogen und die Klassifikation von Dokumenten z.B. durch Bibliothekare ist meist zu aufwändig. Einen Ausweg aus dieser Misere können „intelligente" Verfahren bieten, die die Wörter in Dokumenten nicht nur als eine aneinander Reihung von Buchstaben ansehen, sondern versuchen inhaltliche Zusammenhänge quasi zu verstehen Bei der mindaccess Suite von dem Unternehmen insiders GmbH erfolgt diese inhaltliche Analyse mit Hilfe statistischer Auswertungen. Vereinfacht dargestellt, wird in allen Dokumenten die Häufigkeit sowie die Korrelation der Wörter bestimmt und daraus Merkmale abgeleitet. Anhand dieser werden die Dokumente klassifiziert, so dass ähnliche Dokumente einen Cluster bilden. Bei einer Suchabfrage werden diese Merkmale intern verwendet, um die passendsten Dokumente zu berechnen und anzubieten. Das Verfahren ist weitgehend sprachunabhängig.
Das Grundverfahren kann erweitert werden, um z.B. Experten für bestimmte Fragestellungen anhand ihrer E-Mails oder verfasster Dokumente in großen internationalen Unternehmen aufzufinden. Ebenso können Nachrichtenströme anhand von Interessenprofile der Abonnenten gefiltert werden.
Derartige Verfahren haben praxisreife von Abteilungsebene bis hin zu großen Intra-Netzen in Unternehmen erreicht. Allerdings scheitert eine Realisierung in globalen Internet-Suchmaschinen derzeit an der hier benötigten Infrastruktur. Auch ist die Kenntnis über die Möglichkeiten solcher Verfahren noch nicht weit verbreitet. Eine Demonstration des Verfahrens finden Sie im Internet Angebot von insiders (http://www.insiders.de).