Interessenten sind herzlich willkommen!
Herr Ralf Dr.Thomas Kamps,
Intelligent Views GmbH, Darmstadt:
Eine der wichtigsten Resourcen jedes Unternehmens ist bekanntermaßen das Wissen seiner Mitarbeiter. Das kann Wissen über Technologien und Prozesse, das können aber auch Erfahrungen mit Kunden, Lieferanten oder Produkten etc. sein. Typischerweise handelt es sich dabei um qualitatives Wissen, das sich nur in den Köpfen der Mitarbeiter findet oder in Form von schwach oder gar nicht strukturierten Texten vorliegt. Nicht nur die Erfassung dieses Wissen stellt das Unternehmen vor anspruchsvolle Probleme, sondern vor allem seine bedarfsgerechte Distribution.
Wissensnetze sind eine Technologie, das Wissen eines Unternehmens zu organisieren und zu operationalisieren - damit helfen sie, relevantes Wissen langfristig zu sichern und im Bedarfsfall intelligent bereitzustellen. Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und werden gelegentlich auch als semantische Netze, Ontologien, topic maps bezeichnet.
Der erste Teil des Vortrags demonstriert, wie Wissensnetze funktionieren und was sie leisten können: dazu gehört z.B. thematisches Suchen, interaktive Informationsexploration und die Integration heterogener Datenbestände.
Der zweite Teil schildert Erfahrungen aus konkreten Anwendungen und beleuchtet Aspekte wie den Wissensmangement-Workflow sowie den mit dem Aufbau eines Wissensnetzes verbundenen redaktionellen Aufwand und die benötigen Qualifikationen.
Der dritte Teil des Vortrags stellt Werkzeuge zum Aufbau, zur Pflege und zur Nutzung von Wissensnetzen und zur Integration von Datenquellen vor.
Intelligent views ist eine Ausgründung des Forschungszentrums Informationstechnik (GMD); die 1997 gegründete Firma hat sich auf die Entwicklung von Tools zur Wissensrepräsentation und Visualisierung im Knowledge Management spezialisiert.
Rückblick:
In der Veranstaltung am 21.11.2000 zeigte Herr Dr. Thomas Kamps, Intelligent Views GmbH, Darmstadt, die Anforderungen von Unternehmen an ein effektives Wissenssystem auf. Das interne Unternehmenswissen soll endlich abteilungs- und standortübergreifend für alle zugänglich sein, dabei soll der Informationsaustausch durch intelligente Verfahren unterstützt werden, die eine hochwertige Informationsversorgung und Aufbereitung sicherstellen.
Hierfür sieht Intelligent Views Wissensnetze als Basistechnologie an. Durch Wissensnetze werden Begriffe miteinander visuell in Verbindung gesetzt und die Begriffe indexieren die unternehmenseigenen Datenquellen. Anhand einer Suchanfrage bezüglich der Unternehmenszusammenschlüsse im Bereich der Telekommunikation, erläuterte Herr Kamps die Überlegenheit von Wissensnetzen gegenüber herkömmlichen Suchmaschinen. Z.B. ist in einem Artikel die Rede von Fusion, im nächsten heißt es Übernahme, im dritten Joint Venture. Auch das Wort Telekommunikationsunternehmen kommt vielleicht nicht vor, statt dessen "Mobilfunk", Telefon, Netz-Provider etc. Sicherlich werden auch die einzelnen Unternehmen in den Artikeln genannt sein. Deshalb liegt oft keine Übereinstimmung mit den verwendeten Begriffen bei der Suchformulierung vor. Ein Wissensnetz leistet dagegen die notwendige Übersetzung. Es weiß, dass es sich bei Arcor, Mannesmann, o.tel.o, Vodafone etc. um Telekommunikationsunternehmen handelt. Es weiß auch, dass Fusionen, Übernahmen usw. spezielle Formen von Firmenzusammenschlüssen bezeichnen, welche in diesem Zusammenhang relevant sind.
Neben dem gezielten semantischen Retrieval bieten Wissensnetze dem Nutzer die Möglichkeit, die Inhalte auf thematischer Ebene zu explorieren. Der Nutzer erhält einen übersichtlichen Ausschnitt des Wissensnetzes, damit erschließen sich leicht die Nachbarschaften zu einem Begriff. Querbeziehungen eines Themas werden sichtbar. Durch eine semantische Indexierung können Textdokumente automatisch mit den Begriffen aus dem Wissensnetz verbunden werden oder neue Begriffe aus Artikeln können in das Wissensnetz übernommen werden.
Weitere Einzelheiten über Wissensnetze und deren Anwendung erfahren sie auf der Homepage von Intelligent Views GmbH.
Ralf D. Blasek, IBM, Mainz
Ausgehend vom Vortrag "Groupware, Intranets & Internet"(gehalten im Juni 1997 in diesem Arbeitskreis) wird die Entwicklung hin zu e-business skizziert. Im Detail werden dabei folgende Aspekte näher beleuchtet:
In der Veranstaltung am 31.10.2000 skizzierte Herr Ralf. D. Blasek, IBM Speichersysteme GmbH in Mainz, den Weg zum e-business der nächsten Generation. Unter e-business versteht IBM eine Organisationsstruktur, die über Intranets, Extranets und das Internet eine direkte Verbindung zwischen zentralen Unternehmenssystemen und wichtigen Partnern (z.B. Kunden, Mitarbeitern, Händlern, und Lieferanten) schafft.
Die Einführung von e-business bedeutet die Umgestaltung wichtiger Unternehmensabläufe mit Hilfe von Internet-Technologien, um mit Kunden, Mitarbeitern, Händlern und Lieferanten zusätzlichen Wert in den gesamten Geschäftsablauf einzubringen. Der Wandel in der Unternehmensumgebung wird durch die schnell wachsenden IT-Technologie, die Globalisierung von Unternehmen, die Deregulierung sowie der dadurch entstehende Wettbewerb gefördert. Kern- unternehmensprozesse werden umgestaltet und es erfolgt eine Konzentration auf Kernprozesse. Mit der Nutzung dieser Technologie durch die Kunden, sind diese besser informiert und werden anspruchsvoller.
Auf der Grundlage von Java und anderen offenen Standards werden vorhandene Anwendungen erweitert und neue integriert. Kompatibilität und Interoperabilität von vorhandenen und künftigen Anwendungen werden immer mehr gefordert. Die Anwendungen werden auf einer skalierbaren, hochverfügbaren und sicheren Netzwerkplattform betrieben. Eine Verfügbarkeit zu jeder Zeit wird angestrebt. Die erreichbare Verfügbarkeit ist von der Plattform abhängig, Bei einer PC-Plattform kann von einer 97% Verfügbarkeit, das heißt, von einer Ausfallzeit von 11 Tagen im Jahr, ausgegangen werden. Bei einem Midrange Server wird eine Verfügbarkeit von 97% (11 Tagen) und bei einem Enterprise Server von 99,999% (5 Minuten) erreicht.
Operational vorhandenen Daten werden verknüpft und verdichtet, um Wissen zu generieren und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Vereinfacht kann unter e-business folgende drei Prozesse verstanden werden: Supply Chain Management (SCM), Enterprise Resource Planning (EAP) und Customer Relationship Management (CRM). Als Beispiel für einen e-business Einsatz, stellte Herr Blasek den von IBM bei der Herstellung von Festplatten genutzte Replenishment Prozess vor.
Beim e-business führt der Weg von "information at your fingertips" hin zum "business at your fingertips"!
Für die zurückliegenden Monate unserer Sommerpause kann die oft geäußerte Behauptung, ein Web-Jahr entspricht 3 Monaten nachempfunden werden. Die inzwischen eingetretenen Kursstürze auf den Aktienmärkten geben Anlass, die noch vor kurzem zu beobachtende Euphorie bezüglich Internet und Multimedia kritisch zu betrachten. Es stellen sich Fragen wie:
Das Problem des Informationsmanagements polarisiert sich auf das schnelle Auffinden und Selektion der gewünschten Informationen bzw. der elektronischen Angebote. Spezielle Suchmaschinen und themenspezifische Portale erfüllen hier nur in begrenztem Umfang die Erwartungen.
Bei der Beantwortung der obigen Fragen darf jedoch nicht nur dieser Aspekt der augenblicklichen Ernüchterung betrachtet werden. Gehen wir nur einfach drei Jahre zurück und betrachten die in dieser Zeit abgelaufene Entwicklung, so wird man feststellen, dass vieles bereits Realität ist, das damals nur Insider für möglich gehalten haben. Beispielsweise die fallenden Online-Tarife und die Verfügbarkeit von DSL, die vielfach vorhandene Möglichkeit geschäftlich und privat per E-Mail zu kommunizieren, Marktplätze für bestimmte Branchen, das weltweite Shopping für Verbraucher, die Einholung von touristischen Informationen und Buchungsmöglichkeit, Chat und Foren, die vielfachen Finanzdienstleistungen und das Entstehen neuer Online-Banken. Wobei die Finanzdientsleistungen mit den hier vollkommen digital bearbeitbaren Gütern und Dienstleistungen eine Vorreiterrolle für viele Branchen übernommen haben. Über diese Entwicklung berichtet in unserer letzten Veranstaltung im Juni Dietmar Pelz von der Dresdner Bank AG in Frankfurt.
Trotz der Rückschläge an den Aktienmärkte, die zu einer
Neubewertung der New und Old Economy führt und nicht zuletzt auch
durch Börsen-Gurus und Scharlatane verursacht wurde, steht das wirtschaftliche
und soziale Potential für die Nutzung des Internets außer Frage.
Der Weg zu einer effizienteren Nutzung von elektronischen Angeboten wird
Gegenstand der beiden nächsten Veranstaltungen des Arbeitskreises
sein, zu denen wir Sie herzlich einladen.
Folien zum Vortrag (pdf-Format).
Die technische Entwicklung in den vergangenen Jahren erfordert und ermöglicht eine neue Gestaltung der Kundenbeziehung. Der Siegeszug des Internet und der zunehmende Preisverfall der Endgeräte sind
hierbei nur zwei populäre Stichworte. Die Neuausrichtung der Kundenbeziehung gilt insbesondere für Finanzdienstleister, da sie ausschließlich mit voll digitalisierbaren Gütern handeln.
Der Vortrag zeigt auf wie die Dresdner Bank AG diesen Herausforderungen begegnet. Ausgehend von einem neuen Gesamtmodell der Kundenbeziehung wird in zahlreichen Beispielen die mögliche "neue Welt" vorgeführt.
Gestaltung von Multimedia ist eine interdisziplinäre Angelegenheit. Durch die Vereinigung verschiedener Fachgebiete entstehen völlig neue Anwendungs-Szenarien. Dies können Webseiten, CD-Roms, Software-Oberflächen oder ganze 3D-Welten sein. Charakteristisch ist die Verbindung von vorher getrennt erschienenen Medien wie Bild&Text, Bewegtbild, Ton und Computergraphik.
Hinzu kommt der Aspekt der Interaktivität. Multimedia-Anwendungen, oft nicht linear ablaufendend, stellen andere Anforderungen an Gestalter, als herkömmliche, lineare, Medien aus dem Print- oder Filmbereich. Sie bieten dadurch neue Möglichkeiten zur Vermittlung von Inhalten und zur Kommunikation.
Durch die immer weiter fortschreitende Ausbreitung des Internets und der Technisierung vieler Haushalte ist der Begriff Multimedia in unseren Alltag eingeflossen. Gutes Multimedia-Design verringert den Frust durch komplizierte Fachtechnik und sorgt für benutzerfreundliche, "Mensch-zentrierte" Anwendungen.
Rückblick:
In der Veranstaltung am 23.5.00 führte Frau Lohde, Zentrum für Graphische Datenverarbeitung, Darmstadt, in die visuellen Gestaltungskriterien für Multimedia-Anwendungen ein. Multimedia ist die Verknüpfung von Bild, Text, Audio und Film zu einer linearen oder nichtlinearen interaktiven Erzählweise. Mit der Vorgehensweise des Digitalen Storytelling werden Ästhetik, Didaktik, Dramaturgie und Navigation beschrieben.
Bei der Umsetzung sind zwischen funktionalen, visuellen und ästhetischen Qualitätskriterien zu unterscheiden. Die funktionalen Kriterien bestimmen die mediengerechte Umsetzung in Bezug auf Runtime Performance, Erwartungen an technologischen State-Of-The-Art, Kosten-Nutzen-Verhältnis. Visuelle Kriterien sollen zu einer gelungenen Visualisierung in Bezug auf die menschliche Wahrnehmung führen. Darüber hinaus vermitteln ästhetische Kriterien emotionale Aspekte, Aufmerksamkeitsgrad, Gruppenspezifika, kulturelle und modische Erscheinungen. Mit folgender Multimedia-Checkliste können die gröbsten Fehler vermieden werden:
Zum Abschluss diskutierte Frau Lohde gute und weniger gelungene Beispiele für das Web-Design und besprach die Durchführung des Projektes "Virtueller Messestand".
Weitere Informationen finden Sie in den als ftp-Datei herunterladbaren PowerPoint-Folien zum Vortrag und auf der Homepage des Zentrums für Graphische Datenverarbeitung.Die Zukunft des Electronic Business heißt XML. Im Gegensatz zu der weitverbreiteten Meinung liegt das große Potential dieser lingua franca des Internets aber nicht in der Imformationsrecherche auf dem World Wide Web, sondern beim Informations- und Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg. Wenn es zukünftig um die Integration der Geschäftsprozesse unterschiedlicher Unternehmen geht, ist XML erste Wahl. Das geht hin bis zur direkten Integration von Unternehmenssoftware, denn alle wichtigen Hersteller von ERP-Systemen unterstützen bereits heute dieses universelle Datenformat. Funktionierende, integrierte, auf XML aufbauende Lösungen sind heute keine Vision mehr.
Die XML-Technologie steht noch am Anfang, aber schon gibt es auch anspruchsvolle Produkte, die über die anfänglich dominierenden Parser und Browser weit hinausgehen. Allmählich wird sich die IT-Welt bewußt, daß mit XML strukturierte Dokumente mehr sein können als White Papers mit vielen Verweisen auf die Zukunft oder Verkaufsbroschüren: Der Einsatzbereich von XML ist nahezu unbegrenzt, er reicht von Röntgenbildern über CAD-Files bis zu Transaktionsdaten. Aufgrund der Flexibilität von XML bleibt praktisch kein Anwendungsgebiet ausgeschlossen. Für alle diese vielfältigen Anwendungen braucht es neben pfiffigen Konzepten natürlich auch die entsprechenden Maschinen: XML-Server unterschiedlichster Art.
Die Software AG ist der Überzeugung, dass der neue XML-Standard
nicht nur das Web sondern auch die gesamte IT-Landschaft revolutionieren
wird: XML ist der Standard der Zukunft, und Tamino ist eines der bis dato
fehlenden Bindeglieder zwischen Internet und gängigen DBMS.
Rückblick
In der Veranstaltung am 25.4.2000 stellte Frau Gabriele Müller-Steinhagen von der Software AG Systemhaus in Darmstadt den Standard XML und das Potential für den eCommerce vor. Das Electronic Business etabliert sich als neuer Vertriebskanal, für den XML einen Rahmen zum Austausch und Auffinden von elektronischen Dokumenten schafft. Es wird geschätzt, dass XML im Jahr 2002 einen Softwaremarkt von 52 Milliarden US$ beeinflussen wird.
Die Extensible Markup Language (XML) ist eine universelle, lesbare und einfach selbstbeschreibende Sprache. Sie ermöglicht ein einfaches Speichern, Publizieren und Austauschen von Informationen. Die Sprache XML ist ein Web Standard und wurde vom W3C Konsortium entwickelt. Der Standard wird von vielen Herstellern unterstützt. Sie gibt einen Rahmen Daten mit Kontext über verschieden Applikationen auszutauschen. Durch die XML-Technologie wird Inhalt und Layout von Dokumenten getrennt. Die Informationen können damit leicht, unterschiedlich formatiert auf verschiedenen Geräten ausgegeben werden. Eine weitreichende Kompatibilität zwischen z.B. HTML- und zukünftigen Browser oder WAP-Handy kann damit hergestellt werden.
Die Sprache XML hat das Potential eine Standard-Plattform für kommerzielle Business Applikationen im Web zu schaffen. Bisher spricht jeder darüber, viele wissen um die Notwendigkeit, einige beginnen bereits, jedoch sehr wenige haben das Know-How und die notwendige Technologie.
Die Ablage von XML-Daten im Dateisystem bzw. in einer SQL-Datenbank ist nicht effizient. Mit der Datenbank TAMINO "Transaction Architecture for the Management of INternet Objects" bietet die Software AG bisher als einziger Hersteller eine Alternative. Mit Tamino kann XML ohne Umwege verarbeitet werden. Mit XENON dem "Fast Track" zum Electronic Business bietet die Software AG eine Palette von Werkzeugen zur Unterstützung von XML-Applikationen an.
Zum Abschluss stellte Frau Müller-Steinhagen eine Reihe von ersten
XML-Projekten im Überblick vor. Weitere Informationen finden Sie in den als ftp-Datei herunterladbaren PowerPoint-Folien zum Vortrag und unter www.softwareag.com.
Telekommunikationsmärkte gehören zu den expansivsten Bereichen derWirtschaft und versprechen somit eine wirksame Entlastung des Arbeitsmarktes. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz im Frühjahr 1998 mit rlp-inform eine landesweite Multimediainitiative gestartet. In dieser Initiative werden die vielfältigen Multimedia-Projekte, Einrichtungen und Dienstleistungen unter einem Dach zusammengeführt und weiterentwickelt.
rlp-inform bringt Unternehmen, Interessenverbände, Bildungs- undForschungseinrichtungen an einen Tisch. So entsteht vernetztes Know-how kompetenter Partner für Innovation und Investition.
Die Arbeit von rlp-inform ist entsprechend dem Leitbild Multimedia derLandesregierung in sechs Aktionsfelder gegliedert, die für dieMultimedia-Entwicklung des Landes von besonderer Bedeutung sind:
1. Ausbau des rlp-Netzes
2. Televerwaltung und Verwaltung 24
3. Medienkompetenz
4. Arbeitsplätze und Regionalentwicklung
5. Medienwirtschaft
6. Kooperationen und Partnerschaften
Die Koordination der Multimediainitiative erfolgt durch den Ausschussfür Informations- und Kommunikationstechnik, dem Staatssekretäre der Staatskanzlei, des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, des Ministeriums des Innern und für Sport sowie des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung angehören.
Die Arbeit des IKT-Ausschusses wird unterstützt durch eine Task-Force mit eigener Geschäftsstelle. Dr. Rudolf Büllesbach ist Mitarbeiter dieser Task-Force.
Rückblick
In der Veranstaltung am 21.3.2000 stellte Herr Dr. Rudolf Büllesbach
von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Mainz, die strategische Ausrichtung
der Landesregierung zur Förderung der Entwicklungen um "Multimedia"
in Rheinland-Pfalz vor. Von vielen wird derzeit Rheinland-Pfalz nicht als
Multimedia-Land angesehen, da z.B. große Unternehmen fehlen. Allerdings
ist Multimedia Jobmotor Nr 1, ein wichtiger Standortfaktor und ein wichtiges
Mittel für die Gestaltung der Zukunft.
Eine ganze Reihe innovativer Unternehmen, wie SER Systeme, 1&1, netzkraft, IBM und die Telecom sind in Rheinland-Pfalz tätig. Institutionen, wie die Investitions- und Strukturbank (ISB), Business Innovation Centre Kaiserslautern (BIC) KL, IHK Rheinhessen stehen der Wirtschaft fördernd zur Seite. Neben den bekannten Fernseh- und Rundfunkanbietern ZDF, Südwest RP, Radio RPR haben sich um Mainz Medienagenturen, z.B. Arge M, niedergelassen, und in Zweibrücken wurde der Multimedia Internet Park angesiedelt. Universitäten und Institute, wie das DFK, IMM, Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering, Weiterbildungsinstitute Software Akademie AG oder die Multimedia Akademie setzen Schwerpunkte im Bereich der Neuen Medien. Mit der "Rhein Zeitung online" ist einer der größten Online-Anbieter aus dem Bereich der Presse in Rheinland-Pfalz angesiedelt. Initiativen wie das Jugendschutz.net, Aktion "Klassen im Internet" werden initiiert. Und noch vieles mehr.
Dabei bietet das rlp-netz flächendeckend die notwendige Infrastruktur für alle Landeseinrichtungen. Eine derartige Datenautobahn ist in keinem anderen Bundesland bisher anzutreffen. Die Neuorganisation der Verwaltung mit einem Bürgerservice rund um die Uhr (Verwaltung 24) soll damit ermöglicht werden.
In dem Aktionsplan Multimedia von 1999-2001 werden 28 Leitprojekte mit mehr als 300 Millionen DM gefördert. Diese werden unterstützt durch Kooperationen und Partnerschaften, wie z.B. mit T-online, Siemens und Microsoft.
Zur Ausrichtung auf einer breiten Basis und Förderung von Visionen
wurde bereits im letzen Jahr ein Multimedia-Wettbewerb ausgeschrieben.
Der Wettbewerb wird in diesem Jahr unter dem Leitthema "Internet lernen
wiederholt. Ebenfalls wie im letzten Jahr finden im Sommer eine Reihe von
Foren und Kongressen zu wechselnden Themen, wie "Multimedia und unsere
Arbeitsplätze"; "welchen Einfluss hat E-Commerce"; "macht das Internet
dem Fernsehen Konkurrenz"; "kann das Internet soziales Engagement verstärken";
"Verwaltung 24"; "Branchennetz"; "von Gutenberg zu Multimedia", statt.
Mit dieser Vielzahl von Aktionen, heißt Multimedia in Rheinland-Pfalz:
Zukunft gemeinsam gestalten. Beteiligen wir uns! Mehr unter www.rlp-inform.rlp.de.
Rückblick:
In der Veranstaltung am 25.1.00 zeigte Frau Dr. Simone Emmelius, Zweites Deutsches Fernsehen, Visionen über das Zusammenwirken von Fernsehen und Multimedia. Mit der Vervielfachung des Programmangebots durch das digitale Fernsehen, wird der Zuschauer mittelfristig aus einigen Hundert Kanälen auswählen können. Auf der Empfangsseite ist hierzu eine Set-Top-Box notwendig, die die digitalen Signale wieder in Fernseh-, Hörfunk- oder andere Datendienste übersetzt. Die unterschiedlichen Standards dieser Geräte erschweren derzeit die Einführung, im öffentlich rechtlichen und im Pay-TV Bereich in Deutschland.
Bei einer derartigen Vielzahl von Programmangeboten, kann zum einen die Kundenbindung verloren gehen und zum anderen, wird es für den Zuschauer mit den heutigen Programmvorschauen fast unmöglich Sendungen auszuwählen. Mit dem vom ZDF.VISION entwickelten Programmbouguet soll dem Zuschauer ein qualitativer Mehrwert unter der vertrauten Gesamtmarke angeboten werden. Durch den Elektronischen Programmführer (EPG) findet der Zuschauer leicht eine optische und inhaltliche Orientierung, erhält Hintergrundinformationen und Verweise, weiterhin ermöglicht es ihm eine individuelle Programmgestaltung.
Das digitale Bouquet des ZDF umfaßt derzeit das gesamte Programmangebot von ZDF, 3sat, ARTE, Kinderkanal, Phoenix, die Hörfunkprogramme Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Berlin. Exklusiv im digitalen Angebot des ZDF ist der EPG, die ZDF.infoBox, ZDF doku, ZDF Theaterkanal, EuroNews, EUROSPORT, ORF.Sat. In der ZDF.infoBox finden Sie rund um die Uhr die interessantesten Beiträge aus den Servicesendungen von ZDF und 3sat, geordnet nach den Themengebieten Freizeit, Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit. Eine zeitversetzte Ausstrahlung ermöglicht es, Beiträge an verschiedenen Tagen und Sendezeiten zu sehen. Erst mit der ausreichend zur Verfügung stehenden Anzahl von Kanälen im digitalen Fernsehen wird ein solches Angebot möglich. Die Einführung eines tatsächlichen Video-on-Demand ist noch nicht absehbar. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass die terrestrische Ausstrahlung in einem Jahrzehnt beendet wird.
Derzeit empfangen nur noch ca. 11% der Haushalte über diesen Weg. Für viele Teilnehmer war überraschend, dass vieles schon realisiert ist. Das zeigt, dass sich die Einführung in Deutschland gegenüber im Ausland langsamer vollzieht. Bereits seit Jahresbeginn 1998 wird ZDF.vision über den Satelliten ASTRA ausgestrahlt und im Rahmen von Multimedia-Pilotprojekten in fast allen Bundesländern ins Kabelnetz eingespeist. Ca. 1,3 Millionen Haushalte nutzen bereits das digitale Fernsehen. Einen Eindruck und weitere Informationen finden Sie unter www.zdf-vision.de.