KonferenzteilnehmerInnen
> Radio-Interview mit Prof. Perl (Beginn bei 6'10'')
> TV-Beitrag des Saarländischen Rundfunks
> Pressemeldung "Wie Hightech den Leistungssport beflügelt"
> Abstract: Doping or no doping (Prof. Perl)> Ausstellung im Heinz Nixdorf Museums-Forum Paderborn
Professor Perl stellte vor, wie er mit Hilfe von PerPot - ‚performance potential meta-model’ - z.B. optimale Zeitintervalle zwischen Training und Abruf der sportlichen Höchstleitung berechnet. Da bei seiner Methode auch – im wahrsten Sinne des Wortes – unwahrscheinlich hohe Leistungsprofile erkennbar werden, liegt die Fragestellung nahe, ob diese auf Doping zurückzuführen sind.
Mit Positionsdaten von einzelnen Spielern in einer Mannschaft beschäftigt sich Andreas Grunz, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Perl. Wo Mathematik und Statistik an ihre Grenzen stoßen, liefern Neuronale Netze wichtige Informationen über optimale Spielzüge, die von den Sportlern schrittweise trainiert werden können.
Auch nach Abschluss der diesjährigen Tagungssaison wird die Sportinformatik weiter von sich hören lassen. Das Heinz-Nixdorf-Forum eröffnet am 18. Januar 2009 die Sonderausstellung Computer.Sport. Die Mainzer Sportinformatik ist hier mit zwei Projekten beteiligt:
Planung von Training und Wettkämpfen in Ausdauersportarten wie z. B. Laufen, Radfahren oder Skilanglauf wird durch Bodenbeschaffenheit, Steigungen etc. und zeitverzögerte Wirkung von Belastungsänderungen erschwert.
Mit SpeEdiRun werden auf der Basis realer Laufdaten Strecken- und Pulsprofile dargestellt und die Wirkung von Be- und Entlastungen simuliert. Die Modell-basierte Analyse soll dazu beitragen, Prognosen über den Leistungsverlauf zu bestimmen und damit Wettkampfplanungen zu unterstützen.
Künstliche Neuronale Netze imitieren Organisations- und Verarbeitungsprinzipien des menschlichen Gehirns. Im Gegensatz zu statistischen Verfahren zeichnen sie sich durch Lernfähigkeit, Fehlertoleranz, Robustheit und Generalisierungsfähigkeit aus.
Die Sportinformatik nutzt Künstliche Neuronale Netze u.a. zur gruppentaktischen Analyse eines Fußballspiels. Sie sollen Spielhandlungen von Angriff und Abwehr oder Ballwechsel typisieren und erkennen helfen. Nach einem entsprechenden "Training" erkennt und prognostiziert das Netz typische Konstellationsmuster und ordnet gruppentaktische Prozesse zu.
Verständnis und Analyse der Spielabläufe werden dadurch vereinfacht und verbessert. Der Ansatz kann in späteren Entwicklungsstufen Simulationen mit Eingriff in den Spielablauf und im Hinblick auf taktische Optimierung ermöglichen.