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Geowissenschaften und Informatik entwickeln Klimadaten-Archiv

Forschungsfonds der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sagt Förderung zu

(PM 29.01.08) Klimaforscher, Softwaretechniker und Computergrafiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben sich zusammengeschlossen, um in einem interdisziplinären Projekt das ELSA-Klimadatenarchiv zu erweitern und für neue Analysetechniken zu öffnen. Das bestehende System soll so in eine offene, anpassbare, erweiterbare und verteilte Softwarestruktur überführt werden. Das Projekt openELSA (OPEN interface for the Eifel Laminated Sediment Archive) wird im Rahmen des Forschungsfonds der Universität Mainz gefördert.

ELSA stellt ein System zur Verwaltung und Analyse von Daten zur Klimarekonstruktion aus Bohrkernen bereit, die seit 1998 durch Bohrungen in 22 Trockenmaaren und in rezenten Maarseen der Eifel gewonnen wurden. Im ELSA-Archiv werden Daten zur Partikelverteilung, zu Farb- und Helligkeitsspektren, zur Mikropaläontolgie (vorrangig Pollenzählungen) und zur geochemischen Elementverteilung gegenübergestellt und mittels Datierungen in ein Zeitmodell überführt. Zur Erhebung dieser Daten aus aufbereiteten Bohrkernen existieren verschiedene Verfahren, die meist in der numerischen Programmierumgebung MATLAB realisiert sind, wie zum Beispiel Verfahren zur Partikelanalyse, zur Spektralanalyse, zur Pollenanalyse, zur geochemischen Analyse und zur Datierung. Entlang dieser Daten und Verfahren ermöglicht ELSA die Rekonstruktion des Paläoklimas in Mitteleuropa.

Die in ELSA vorhandene Funktionalität wird im Rahmen des openELSA-Vorhabens in eine moderne, flexible, verteilte und dienstbasierte Softwarestruktur überführt. Diese erlaubt einerseits, ELSA um weitere Verfahren und Auswertungsmöglichkeiten zu ergänzen, andererseits die in ELSA bereitgestellten Daten und Analysen auch weltweit per Internet - unter geeignetem Zugriffsschutz - nutzbar zu machen.

openELSA ist ein Projekt des in Gründung befindlichen Zentrums für rechnergestützte Forschungsmethoden in den Naturwissenschaften an der Universität Mainz.

 
Institut für Informatik, 06.02.2008
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