Im Rahmen des Bologna-Prozesses müssen diese Studiengänge akkreditiert und nach vorgegebenen Zeiträumen reakkreditiert werden. Zu diesem Zweck werden die Studiengänge von externen Gutachtern evaluiert. Die Reakkreditierung des Bachelor-Studiengangs Informatik in Mainz steht nun nach erfolgter Evaluierung kurz bevor. Die Strukturen und Lerninhalte haben sich nach Aussagen der Gutachter bewährt. Die bisherigen Absolventinnen und Absolventen waren für ihren Berufseinstieg gut gerüstet.
Wer sich für die Fortsetzung des Studiums durch die Belegung eines Master-Studiengangs entschieden hat, musste Mainz bisher den Rücken kehren. Nun wird die Einrichtung eines Master-Studiengangs mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt an unserem Institut für Informatik immer wahrscheinlicher.
Die Gutachterkommission, die die Studiengänge evaluierte, sprach sich auch für die Gründung eines interdisziplinären Zentrums für rechnergestützte Naturwissenschaften aus. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Universität Mainz und die benachbarten Max-Planck-Institute eine optimale Forschungslandschaft für ein solches Zentrum bieten würden. Außerdem wäre der Bachelor- sowie der geplante Informatik-Master-Studiengang eine starke Unterstützung für dieses Zentrum.
Das Institut für Informatik hofft auf die schnelle Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen seitens der Universitätsleitung, vor allem auf die Schaffung und Besetzung notwendiger Professuren.
Rheinland-Pfalz will auch die Lehramtsausbildung auf das Bachelor-Master-System umstellen. Da das Fach Informatik in den weiterführenden Schulen von zunehmender Bedeutung ist, muss auch die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für dieses Fach in einem breiten Rahmen erfolgen. Das Institut für Informatik entwickelte die Curricularen Standards für die neue Lehramtsausbildung in der Informatik mit. Es ist aufgefordert, ab dem Wintersemester 2008/09 das Fach Informatik für das Lehramt an Gymnasium anzubieten.