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Institut für Informatik

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Schwerpunkt Angewandte Informatik

Die Angewandte Informatik beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Umsetzung von Konzepten und Methoden der Informatik in anderen Bereichen von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Voraussetzung dabei ist, neben fundierten Kenntnissen der informatischen Grundlagen, vor allem die Fähigkeit, relevante Einsichten in das jeweilige Anwendungsgebiet zu gewinnen und mit informatischen Gesichtspunkten in Verbindung zu bringen. Diese zielgerichtete Modellbildung wird in ihrer Wichtigkeit vielfach noch unterschätzt und ist gerade deshalb ein zentraler Punkt sowohl in der Forschung als auch in der Ausbildung der Studierenden. Besonders intensive interdisziplinäre Kontakte bestehen derzeit zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Bereich der Sportwissenschaft, der Medizinischen Bildverarbeitung sowie der Intensivmedizin.

Bei der Medizinischen Bildverarbeitung wird versucht, Ärzte bei der Diagnose von Auffälligkeiten durch innovative Verfahren - unter anderem aus dem Bereich des sogenannten Soft Computing - zu unterstützen. Im intensivmedizinischen Bereich besteht beispielsweise die Aufgabe, die Sauerstoffversorgung von Patienten durch Methoden aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu optimieren.

In der Sportinformatik liegt der Schwerpunkt bei der Modellbildung und Simulation physiologischer Prozesse. Dazu gehört auch der Versuch, Einblicke in das Lernverhalten beim Trainieren von optimalen Bewegungsabläufen zu erhalten.

Ein weiterer zentraler Forschungsbereich behandelt Datenbanken und Netzwerkkommunikation, die schon heute Schlüsseltechnologien darstellen und voraussichtlin in Zukunft einen Großteil von Computeranwendungen in grundlegender Weise prägen werden.

Wissenstransfer im Bereich der Angewandten Informatik ist jedoch keine Einbahnstraße. So lassen sich beispielsweise in der Sportinformatik Lernalgorithmen wie Künstliche Neuronale Netze nicht nur zur Modellierung und Untersuchung von Prozessen anwenden, sondern umgekehrt auch unter Berücksichtigung der aus der Sportphysiologie stammenden Erkenntnisse weiter opitimieren. Auf diese Weise sorgt die interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht nur für nützliche Anwendungen, sondern auch für eine Bereicherung der informatischen Methoden.

 
Institut für Informatik, 15.10.2008
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